Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. September 2018

Klinikum: Positive Aussichten für 2018

RICHTFEST für das Bettenhaus M ist am 8. Oktober. Das Gebäude wird alle Intensivstationen, 20 Operationssäle, 240 Betten und eine Erweiterung der Zentralen Notaufnahme beherbergen. Foto: Fränkle

RICHTFEST für das Bettenhaus M ist am 8. Oktober. Das Gebäude wird alle Intensivstationen, 20 Operationssäle, 240 Betten und eine Erweiterung der Zentralen Notaufnahme beherbergen. Foto: Fränkle

 

Städtisches Klinikum Karlsruhe machte 2017 Verluste von 7,5 Millionen Euro / Bauvorhaben auf gutem Weg / Steter Spagat zwischen Kostendeckung und Investition

Obwohl das Städtische Klinikum Karlsruhe das Geschäftsjahr 2017 mit einem ungeplant hohen Defizit von 7,5 Millionen Euro als Gesamtergebnis abgeschlossen hat, sind die Aussichten für 2018 durchaus positiv.

„Ende September können wir schon mit einer gewissen Stabilität absehen, dass wir bei der nächsten Bilanz ein Plus im operativen Ergebnis vermelden dürfen“, freute sich Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister Klaus Stapf gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern Markus Heming und Prof. Dr. Hans-Jürgen Hennes.

In der Gesamtbilanz 2018 läge dann alles wieder im Plan des erwarteten Jahresergebnisses eines Minus‘ von 3,9 Millionen. Für 2017 erzielte das Klinikum Erträge von 341,263 Millionen Euro und ein defizitäres Betriebsergebnis von 2,7 Millionen Euro. Finanzielle Rahmenbedingungen erschwerten es Maximalversorgern weiterhin, den Spagat zwischen Kostendeckung und Investitionen zu leisten, erläuterte Heming. Beigetragen zum höher als erwartet ausgefallenen Fehlbetrag – geplant waren knapp vier Millionen Euro – haben aufgelaufene Kosten, die von den Krankenkassen nicht übernommen wurden. „Das musste erstmal verdaut werden“, betonte Stapf. Tarifsteigerungen ließen zudem die Gehälter ansteigen, ohne dass die entsprechend höheren Ausgaben durch den Landesbasisfallwert – ein landesweit einheitlicher Preis für Klinikleistungen – hätten ausgeglichen werden können.

Gute Nachrichten gibt es derweil von der Baufront: Mit Inbetriebnahme der neugebauten Kältezentrale (Haus G2) sowie der komplett entkernten und modernisierten Wärmezentrale (Haus G) im Juni und September vorigen Jahres konnte die Energieversorgung des Klinikums auf neue Beine gestellt werden. Im März wurde das 49,3 Millionen teure Institutsgebäude Haus I feierlich eröffnet. Dort sollen künftig Apotheke wie Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene untergebracht werden. In dem Gebäude wird außerdem die Schule für Medizinisch-Technische Laboratoriums-Assistenten mit 16 Laborarbeitsplätzen eingerichtet. Der vollständige Routinebetrieb ist für dieses Jahres vorgesehen.

Mit dem Richtfest des künftigen Betten- und Funktionshauses M am 8. Oktober rücke zudem ein wichtiger Meilenstein in greifbare Nähe, erklärte Stapf. Kosten- und Zeitpläne für den Bau seien erfüllt, 2021 ist die Inbetriebnahme geplant. Parallel schreitet auch die Altbausanierung voran: Zum Juli wurde die Zentrale Aufnahmestation mit zunächst 14 Betten in Betrieb genommen, wie Geschäftsführer Hennes erläuterte. Die Stationen E50 und E60 wurden bereits saniert, E30 befindet sich aktuell in der Sanierungsphase. Die Stadt Karlsruhe hat vergangenes Jahr für die Baumaßnahmen insgesamt Zuschüsse in Höhe von 11,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, davon 8,1 Millionen für den Neubau und 3,5 Millionen für die Altbausanierung. Von 2013 bis 2020 werden zudem insgesamt 93,6 Millionen an städtischen Mitteln an das Klinikum geflossen sein. Die Stadt Karlsruhe ist alleinige Gesellschafterin des Großkrankenhauses. -bea-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe