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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. September 2018

Park(ing)Day: Plaudern statt Parkblech

PARKRAUM als Problem: Thema des ParkingDay(s). Foto: Schell

PARKRAUM als Problem: Thema des ParkingDay(s). Foto: Schell

 

Aktion: Park(ing)Day in der nördlichen Karlstraße

Was wäre, wenn die nördliche Karlstraße eine Fußgängerzone wäre? Den Menschen würde die Straße gehören, Bänke würden eher zum Ausruhen einladen, für Radler könnten mehr Abstellplätze angeboten werden.

„Gefällt mir“, war die deutliche Meinung einer kleinen Straßenumfrage des Stadtplanungsamts zum Park(ing)Day mit Schwerpunkt in der Karlstraße vor dem Prinz-Max-Palais. In Karlsruhe hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) weitere 14 Organisationen und bürgerliche Gruppen mobilisiert und die nördliche Karlstraße für einen Tag parkplatzlos gemacht. „Was ein hartes Stück Arbeit war, immer wieder wollten Autofahrer trotz der Parkverbotsschilder ihr Fahrzeug abstellen“, erklärte VCD-Macher Manuel Quinting.

Aber die 38 Stellplätze waren an diesem Tag öffentlicher Vorleseraum für Kinder, Außenzone der örtlichen Gastronomie oder luden Passanten ein, sich in lockeren Sitzgruppen niederzulassen und mit Initiativen ins Gespräch zu kommen. „Uns war eine positive Aktion ohne erhobenem Zeigefinger wichtig“, erzählt Quinting. Dabei habe sich gerade die Karlstraße für die Botschaft nach mehr Aufenthaltsqualität angeboten, weil „wir hier einen hochbelasteten Raum haben, der mit seinen Schrägparkern für sehr viel herumstehendes Blech reserviert ist“.

Die mit der Kombilösung einhergehende Aufwertung der Kaiserstraße sollte man weiterdenken und die Karlstraße wie Stephan- und Ludwigsplatz besser anbinden. Dies könne mit einer Fußgängerzone der Karlstraße in diesem Abschnitt gelingen, war sich Quinting mit den meisten Besuchern des Park(ing)Days einig.  Den Verkehr herausnehmen, lautete denn auch der Wunsch von Peter Germann. „Vor der Jugendbibliothek gibt es keinen Radweg. Mit Kindern hier über die Straße zu kommen, ist echt schwierig“, gab  der dreifache Vater zu bedenken.  -rie-

 
 

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