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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Januar 2018

Gedenkveranstaltung: Verbrechen Kinderraub

Ausstellung im Ständehaus

Die Gedenkveranstaltung der Stadt für die Opfer des Nationalsozialismus rückt in diesem Jahr ein bisher weitgehend unbekanntes Kriegsverbrechen in den Blick.

Bürgermeister Dr. Albert Käuflein eröffnet am Samstag, 27. Januar, um 18 Uhr im Saal des Neuen Ständehauses die Wanderausstellung "geraubte Kinder - vergessene Opfer", die an den zehntausendfachen Raub von Kindern durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs in den besetzten Gebieten erinnert.

Kurator Christoph Schwarz führt in die Präsentation ein, die in Text und Bild in der Erinnerungsstätte im Ständehaus Biografien und Schicksale von Menschen beleuchtet, die im Kindesalter in Polen, Russland, Slowenien, Tschechien oder Norwegen wegen ihres "arischen Aussehens" ihren Eltern weggenommen, in Züge gepfercht und ins "Reich" verschleppt wurden. Hier wurden sie dann als "gewünschter Bevölkerungszuwachs" in Pflegefamilien, Heimen oder Lagern "eingedeutscht" und ihrer Identität beraubt. Nach der Eröffnung ist die vom gleichnamigen Freiburger Verein zusammengestellte Ausstellung "Geraubte Kinder - vergessene Opfer" vom 30. Januar bis zum 10. März dienstags bis freitags von 10 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. -trö-

 
 

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