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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Januar 2018

Kultur: Leidenschaft für Kunst

MARKENZEICHEN: Premiere hat bei der art Karlsruhe der mit 20 000 Euro dotierte Preis für den besten Skulpturenplatz. Archivfoto: Fränkle

MARKENZEICHEN: Premiere hat bei der art Karlsruhe der mit 20 000 Euro dotierte Preis für den besten Skulpturenplatz. Archivfoto: Fränkle

 

"art Karlsruhe": 22. bis 25. Februar / Sammlung Burda

"Kunst. Raum. Emotion" - der Slogan der 15. art Karlsruhe vereint alles, was den Erfolg der Internationalen Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst ausmacht.

Vom 22. bis 25. Februar verwandeln 215 Galerien aus 15 Ländern die vier Hallen der Karlsruher Messe mit Einzel-Shows, Skulpturenplätzen und Sonderschauen in einen Kunstmarkt der Extraklasse. "Keiner der Großen, die im vergangenen Jahrhundert unbestritten Kunstgeschichte geschrieben haben, scheint zu fehlen" erklärte Messechefin Britta Wirtz am Mittwoch beim Pressegespräch in der Städtischen Galerie.

Für Gründer und art-Kurator Ewald Karl Schrade ist Kunst eine Herzenssache. Eine lebenslange Leidenschaft, die er mit dem Unternehmer Frieder Burda teilt. Um in den Genuss von Teilen aus Burdas renommierter Privatsammlung zu kommen, muss man vorerst nicht nach Baden-Baden in dessen Museum reisen, es genügt ein Besuch der art. Rund 30 Hochkaräter etwa von Ernst Ludwig Kirchner, Gerhard Richter, William Copley oder Andreas Gursky lassen sich in intimer Salonatmosphäre (Halle 1) bestaunen. Das Arrangement sei mehr als die "Aneinanderreihung von Meisterwerken", man wolle an diesem "Ort der Entschleunigung" Geschichten erzählen und Lust auf Kunst-Schätze in unmittelbarer Nachbarschaft machen, erklärte Henning Schaper, Direktor des Burda-Museums. Eine weitere Sonderschau widmet sich bereits zum zweiten Mal der Druckgrafik. Die künstlerische Technik sei "etwas aus der Mode gekommen", so Ewald Karl Schrade, er wolle mit dem Special vor allem junge Kunstfreunde mit schmalem Geldbeutel zum Kauf ermuntern. Auch Skulpturen hätten vor ihrer Etablierung als Markenzeichen der art bei Messen ein Schattendasein gefristet, jetzt "werden wir darum beneidet." Und so ist es nur konsequent, dass 2018 erstmals der beste Skulpturenplatz mit 20.000 Euro gewürdigt wird - eine weitere Auszeichnung neben dem Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift und dem art Karlsruhe-Preis des Landes und der Stadt, der es seit zehn Jahren gestattet, die Arbeiten der Besten für die Kollektion der Städtischen Galerie zu kaufen. Welche Vielfalt aktueller künstlerischer Positionen dabei zusammenkam, zeigt sich in Halle 4. Das Katalog-Doppel (Messe und One-Artist-Shows) gibt es zu 36 Euro, Informationen im Internet auf www.art-karlsruhe.de. -maf-

 
 

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