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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Oktober 2018

Kultur: Weg zur Mädchenbildung

RÜCKBLICK: Bilder zeigen den Weg zur Mädchenbildung. Foto: Fränkle

RÜCKBLICK: Bilder zeigen den Weg zur Mädchenbildung. Foto: Fränkle

 

Fotoausstellung im Stadtarchiv dokumentiert Entwicklung

Karlsruhes Bedeutung für die Mädchenbildung zeigt sich allein schon in der Einrichtung des ersten Mädchengymnasiums in Deutschland, die sich 2018 zum 125. Mal jährt. Dies war nicht zuletzt Ergebnis eines veränderten Bildungsdenkens, das sich im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der durch den wirtschaftlichen und technischen Fortschritt entstandenen sozialen Veränderungen entwickelte.

Wie der Weg hin zur Bildung für Frauen vor der Gründung des Mädchengymnasiums verlief, zeigt jetzt eine Fotoausstellung im Foyer des Stadtarchivs in der Markgrafenstraße 29.

Die Schau unter dem Titel „Wie man durch Wissen selbstständig wird und innerlich frei“ vermittelt Eindrücke vom Mädchenschulwesen in Karlsruhe und Durlach, blickt in Texten und Bildern vom 19. bis in die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts. Sie informiert über Haushaltungsschulen wie Luisenschule und Frauenarbeitsschule, private Institute wie Viktoria-Pensionat und Institut Friedländer bis zur städtischen höheren Töchterschule, spannt den Bogen zu Mädchengymnasium und Fichte- und Lessingschule sowie zur Ausbildung von Lehrerinnen und zum Prinzessin-Wilhelm-Stift.

Eine kleine Besonderheit stellen drei Bollenpostkarten und eine gesondert ausgestellte Bollenzeitung von Abiturientinnen der Lessingschule dar, die beredtes Zeugnis ablegen vom Selbstbewusstsein der Gymnasiastinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. -red-/-trö-

 
 

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