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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Oktober 2018

Radverkehr: Umfahrung Kriegsstraße für Radler ausgeschildert

Realexperiment „GO Karlsruhe“ am Mendelssohnplatz

Entlang der Kriegsstraße und Ludwig-Erhard-Allee müssen sich Verkehrsteilnehmer mit den Baustellen für die Kombilösung arrangieren. Für die Dauer der Bauphase rät die Stadt Radfahren, parallel laufende Straßenzüge zu nutzen und hat diese empfohlene Wegeführung auch eigens ausgeschildert.

Die Strecke führt über Hermann-Billing-, Baumeister- und Philipp-Reis-Straße sowie Waldhorn-, Markgrafen- und Erbprinzenstraße und leitet Radfahrenden sicher zum wie durch das Zentrum. Rote Symbole mit Zusatz „Umfahrung Kriegsstraße“ lotsen auch auf gewohnte Wege der Cityroute. Für die Umfahrung als verbindende Mittelverknüpfung ideal geeignet, ist der Abschnitt Ettlinger Straße, Ettlinger Tor und Karl-Friedrich-Straße: Dort sind die Wege schon dem Standard für moderne Radverkehrsführungen entsprechend nutzbar.

Vom Baugeschehen besonders betroffen ist der Mendelssohnplatz. Hier besteht zurzeit keine Verbindung aus der Rüppurrer Straße in die Fritz-Erler-Straße. An den vorgelagerten Kreu¬zungen wurden Fahrstreifen neu eingeteilt und dem Radverkehr für die Ausweichrouten Möglichkeiten geschaffen. Finale Arbeiten hierzu finden nächste Woche zwischen Kaiser- und Markgrafenstraße statt.

Als kritisch gilt für den Fußverkehr die einzige Querungsmöglichkeit der Kriegsstraße zwischen Adlerstraße und Mendelssohnplatz. Sie ist eindeutig als Fußweg ausgewiesen, muss sie doch starke Fußgängerströme bei fehlender Aufstellfläche am Kopf der Haltestelle Rüppurrer Tor bewältigen. Radelnde Verkehrsteilnehmer haben hier - in beide Fahrtrichtungen - nichts zu suchen. Es sei denn, sie steigen ab und schieben ihr Rad auf dem Fußgängerüberweg. Wer nicht ohnehin auf der Umfahrungs-Route Kriegsstraße besser sein Ziel erreicht, wird aus Richtung Fritz-Erler-Straße auf der Fahrbahn über den Mendelssohnplatz geführt.

In umgekehrter Richtung führt die Umleitung über die Philipp-Reis-Straße. Um Radlern die Entscheidung zwischen Umfahrung und Schiebestrecke zu erleichtern, führt die Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft (HsKA) in Kooperation mit der Stadt am Mendelssohnplatz ein weiteres Realexperiment im Forschungsprojekt „GO Karlsruhe“ durch. Radfahrer aus Rüppurrer oder Fritz-Erler-Straße werden ab Mitte Oktober mittels dynamischer Umleitungsbeschilderung in Echtzeit über das Verkehrsaufkommen an Gehwegen und Straßenquerungen rund um die Baustelle informiert.

Sie sollen so besser entscheiden können, ob sie die empfohlene Umleitungsroute nutzen oder schieben. Mit der Rad-Umleitung, die keinen Zeitverlust im Vergleich zum Weg durch den Baustellenbereich bedeutet, sollen Konflikte zwischen Radlern und Fußgängern verhindert werden. Das Realexperiment dient damit dem bestmöglichen Berücksichtigen der Belange von Fußgängern und soll zugleich Radfahrern nutzen. Aktuell führt die HsKA mittels Verkehrsbeobachtungen Voruntersuchungen durch. -rie-

 
 

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