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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Oktober 2018

Stimmen aus dem Gemeinderat: Die Linke: „Lass mal Jüngere ran“?

Sabine Zürn, Stadträtin DIE LINKE

Sabine Zürn, Stadträtin DIE LINKE

 

Eine 62-jährige war dank langer Berufserfahrung mit vielfältigen Aufgaben in einem Steuerbüro betraut worden. Als Jüngere eingestellt wurden, nahm man ihr die meisten Tätigkeiten ab. Übrig blieben Kopieren und Kaffeekochen.

Ihre Wünsche nach anspruchsvoller Arbeit gingen ins Leere. Die Angestellte fühlte sich unwürdig behandelt und schilderte ihren Fall einer Antidiskriminierungsstelle. Deren Beratung führte zu Gesprächen mit Kolleg_innen und Chefs. Die Sensibilisierung zum Thema Altersdiskriminierung kam gut an und nach einer Entschuldigung erhielt die Beschäftigte wieder angemessene Arbeit. - Eine wahre Begebenheit.

So eine Antidiskriminierungsstelle gibt es seit zwei Jahren auch in Karlsruhe. Ob Kirchenaustritt als Absagegrund für eine Stelle, fehlende Bodenmarkierungen für Sehbehinderte oder Benachteiligung wegen eines nicht-deutschen Namens – dies sind Fälle von Diskriminierung, die in Karlsruhe dank dieser Einrichtung nicht unwidersprochen geblieben sind. Weiter so!

Sabine Zürn
Stadträtin DIE LINKE

 
 

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