Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Oktober 2018

Stimmen aus dem Gemeinderat: KULT: Mehr Raum für Kunst und Kultur

Lüppo Cramer, KULT-Stadtrat

Lüppo Cramer, KULT-Stadtrat

 

Kunst- und Kulturschaffende brauchen bezahlbare Räume für ihr Arbeiten. Wir von KULT setzen uns dafür ein: die Schwarzwaldstraße 81 hinter dem Hauptbahnhof soll für Kultur nutzbar sein und auch die ehemalige Garnisonskirche in Knielingen wollen wir ertüchtigen.

Hier kann die alte Bausubstanz – ähnlich wie am Alten Schlachthof , auf einen ausreichenden Standard saniert, den Anforderungen für Räume mit kultureller Nutzung genügen. Denn wenn die Stadt Gebäude in ihrem Besitz behält und ertüchtigt, ist das eine nachhaltige städtische Gebäudepolitik und eine Investition in die kreative Zukunft der Stadt.

Für die Schwarzwaldstraße gibt es andere Pläne: eine Konzeptausschreibung. Ein Verkauf ist damit wahrscheinlich. KULT wird sich auch dann beim Vergabeverfahren für kulturelle Nutzung einsetzen.

Auch die leerstehende Garnisonskirche in Knielingen bietet sich für kulturelle oder stadteilbezogene Veranstaltungen an. Der Erinnerungsort für ehemals stationierte Amerikaner und für die Knielinger sollte als Raum für Kreativität bewahrt werden. Letztlich wäre das eine konsequente Umsetzung des städtischen Kulturkonzepts. Da heißt es: „Räume für Kunst und Kultur müssen bereitgestellt und instandgehalten werden.“ Dahingehend nehmen wir die Stadt in die Pflicht!
Eine dritter Ansatz für mehr Kreativräume: den Besitzern von Gewerbeimmobilien freistellen, an wen und zu welchem Zweck sie ihr Gebäude vergeben. Der derzeitige Bebauungsplan verhindert die temporäre Nutzung für Kulturelles in fast allen Karlsruher Gewerbegebieten. Ändert die Politik das, löst sie ihre eigenen Engpässe und unterstützt Kunst- und Kulturschaffenden durch aktive Raumgestaltung!

Lüppo Cramer
KULT-Stadtrat

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe