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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Oktober 2018

Hauptfriedhof: Trostheimat schaffen

GARTEN DER KULTUREN: BM Stapf (r.) und Friedhofsamtleiter Vogel (daneben) stellten das Projekt mit Experten vor. Foto: Knopf

GARTEN DER KULTUREN: BM Stapf (r.) und Friedhofsamtleiter Vogel (daneben) stellten das Projekt mit Experten vor. Foto: Knopf

 

Interkulturelles Projekt entsteht auf dem Hauptfriedhof

Ein Garten der Kulturen soll künftig auf dem Hauptfriedhof Vielfalt und Gemeinsamkeit von Bräuchen, Ri-ten und Weltanschauungen zu Tod und Trauer in Gartenräumen schaffen. Kürzlich informierten Bürgermeister Klaus Stapf und Friedhofsamtsleiter Matthäus Vogel über das Projekt, das mit Studierenden der Hochschule Geisenheim (Hessen) umgesetzt wird.

Entstanden ist das Projekt aus der Auseinandersetzung mit dem Begriff Heimat. „Im Fokus steht ein elementarer Bereich, der Menschen jeder kulturellen Herkunft gemeinsam ist. Die Suche nach Trost beim Verlust eines Menschen“, erklärte Stapf.

Entstanden ist nach einer mehrmonatigen Entwicklungsphase die Idee einer vielschichtigen Trost-Heimat. Ein duales Konzept, das einen zentralen Trostgarten im Hauptfriedhof mit dezentralen Trostorten verbindet. Initiiert von Stapf, hat sich die Projektgruppe unter Federführung des Friedhofsamtsleiters eingehend mit der Thematik befasst. Der Kern der Arbeitsgruppe besteht aus der zum 300. Stadtgeburtstag gebildeten AG des inzwischen verwirklichten Gartens der Religionen. Der konkreten Ausarbeitung widmeten sich Maria Vatter und Anna Kühn des Geisenheimer Instituts Freiraumgestaltung im Rahmen ihrer Bachelorarbeit.

Die Landschaftsarchitektinnen in spe werden betreut von Professorin Constanze Petrow in Kooperation mit Thomas Struchholz, Spezialist für Friedhofsplanung. Kühn: „Es geht um emotionale Orte, um ein Gefühl der Heimat, und um einen Platz, der sich in die Zukunft rich-tet.“ Zentrale Elemente seien Lichtpunkte – eine Kombination aus Lichtblick und Treffpunkt. Stapf betonte, dass es um eine Kultur des sich zu Hause Fühlens in aller Vielfalt, auch im Tode gehe. -voko-

 
 

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