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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Oktober 2018

Klinikum: Herzstück mit imposanten Ausmaßen

MIT DER GONDEL hoben (v.l.) Stapf, Lucha, Heming und Braitmaier  ab, um sich „besseren“ Überblick zu verschaffen. Foto: Fränkle

MIT DER GONDEL hoben (v.l.) Stapf, Lucha, Heming und Braitmaier ab, um sich „besseren“ Überblick zu verschaffen. Foto: Fränkle

 

Richtfest für Haus M im Städtischen Klinikum / Neue Mitte liegt im Kosten- und Zeitplan / Inbetriebnahme für das Jahr 2021 geplant

Die Ausmaße des siebengeschossigen, 21.000 Quadratmeter großen, 240 Meter langen und 194, 2 Millionen Euro teuren Hauses M beeindruckten beim Richtfest im Klinikum am Montag die große und illustre Gästeschar, darunter viele der 4.000 Beschäftigten.

Das Herzstück, in dem sich „Medizin und Pflege künftig wesentlich abspielen“ ist das Ergebnis von Überlegungen, die bis in das Jahr 2008 zurückgehen, geplant wurde ab 2013, der erste Spatenstich 2016 gesetzt, blickte der Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Klaus Stapf auf die nun erreichte Halbzeit zurück. „Das Riesenhaus“ mit kurzen Wegen beherbergt neben allen Intensivstationen und mehreren Überwachungseinheiten mit 120 Betten zentral 20 Operationssäle und die Sterilisation, Untersuchungs- und Behandlungseinheiten sowie zwei Geschosse mit 240 normalen Betten. Es nimmt die zentrale Notaufnahme, die Allgemein- und Kieferchirurgie, die Augenklinik und das Krebszentrum auf und ist als „Neue Mitte“ an die Häuser D, E, H, R und S angedockt. Stapf dankte dem Gemeinderat, einstimmig mit 90 Millionen Euro diese „hochmoderne Gesundheitsversorgung für Karlsruhe und die Region“ zu ermöglichen, ebenso wie Minister Manne Lucha für die Landesunterstützung.

Der „Maurer- und Krankenschwestersohn“ wie gelernte Pfleger hatte einen Scheck von knapp 104 Millionen Euro dabei, „größter Einzelposten im Jahr 2018 und ein Viertel des gesamten Fördervolumens“, um das „Haus der Maximalversorgung mit maximaler Bedeutung“ zum Wohle der Menschen mit der Vision einer vernetzten Medizin zukunftsfit zu machen. Stapf dankte er für sein „wahnsinniges Engagement und seine Hartnäckigkeit“. Lucha forderte außerdem eine neue Wertschätzung für die Pflegenden und entsprechende Bezahlung: „ Eine Intensivschwester müsse das Gleiche verdienen wie ein Maschinentechniker bei Daimler“. „Als Kaufmann“ freute sich auch Geschäftsführer Markus Heming über den die Planung erleichternden Landesscheck, auch wenn der nur 53,5 Prozent der beantragten Mittel ausmache.

200 Menschen arbeiteten auf der Baustelle und glücklicherweise habe es keine Unfälle gegeben. Verarbeitet haben sie beispielsweise 27.000 Kubikmeter Beton und 5000 Tonnen Stahl. Bisher liege man im Zeit- und Kostenplan bei gewünschter Qualität“, Voraussetzung um Ende 2020 fertig zu werden und anschließend das Haus zu beziehen. Wesentlichen Anteil daran hat Bauleiter Markus Riester, der zünftig gewandet, mit dem Prokuristen der ausführenden Rohbaufirma „bam“, Oliver Braitmaier, anschließend in schwindelnder Höhe den traditionellen Richtspruch zelebrierte.

Haus M ist aber nicht das Ende der Fahnenstange. Der scheidende Bürgermeister Stapf verriet, dass es bereits Grobplanungen für die Modernisierung der Psychiatrie und weiterer Altbauten von rund 300 Euro gebe, um den Menschen weiterhin ein verlässlicher Partner zu sein. -cal-

 
 

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