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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Oktober 2018

Bäder: Gut 30 Prozent mehr Freibad-Gäste

DIE NEUE RENNRUTSCHE war ein Grund mehr, gerade für junge Gäste, besonders zahlreich in das Turmbergbad zu strömen. Foto: pr

DIE NEUE RENNRUTSCHE war ein Grund mehr, gerade für junge Gäste, besonders zahlreich in das Turmbergbad zu strömen. Foto: pr

 

Jahresbilanz und Aktionen im Bäderausschuss präsentiert / Investitionen lohnen

Zum Sommermärchen 2006 trug fantastisches Wetter bei, 2003 bleibt als Jahrhundertsommer in Erinnerung. Dieses Jahr war es besonders lange heiß und trocken, wovon Karlsruhes Freibäder profitierten. Der aktuelle goldene Oktober ist eher unangenehm für die Hallenbäder, aber deren Zeit kommt noch.

So präsentierte der Leiter der städtischen Bäderbetriebe, Oliver Sternagel, dem Bäderausschuss vorige Woche Freitag eine äußerst erfreuliche Bilanz: knapp 600000 Gäste bedeuten insgesamt einen Zuwachs um mehr als 30 Prozent (31,28) zu 2017.

„So positiv haben wir unsere Bäder noch nie wahrnehmen dürfen“, konstatierte Bürgermeister Martin Lenz, der die Sitzung als Bäderdezernent leitete, und unterstrich: „Investitionen machen Sinn.“ Tatsächlich zeigte Sternagel das am Beispiel des herausragenden Turmbergbads mit neuer Wettkampfrutsche, dessen Parallelröhren Duelle ermöglichen. Die vorherige Rutsche war zu sanieren. „Auch der Kleinkindbereich wurde erneuert und so attraktiver, wir sind auch vom Einzugsgebiet her größer geworden“, hielt Sternagel fest.

Mondscheinschwimmen und freilich vor allem die Sonne taten ihr Übriges, einzig Durlachs Freibad konnte bei einem Plus von 34,21 Prozent auf 153119 Gäste 2003 noch überbieten. Den relativ stärksten Zuwachs mit fast 44 Prozent wies das von mehr als 180000 besuchte Rheinstrandbad Rappenwört auf, ebenfalls beachtliche 42,8 Prozent (136829) waren es beim Freibad Rüppurr. Das Sonnenbad hat noch bis zum Advent auf. Zahlreiche Aktionen, so hatten wieder Hunde und ihre Halter sowie Meerjungfrauen Spaß im Nass, trugen ihren Anteil zum Erfolg teil. Hinzu kam Sportliches wie im Rheinstrandbad das begeisternde Bubble-Soccer-Turnier und eine Kooperation mit Fitness-Unternehmen Pfitzenmeier, das dafür zahlte, Kurse abhalten zu dürfen.

Wer Urban Sports / Gympass nutzt, kann frei ins Bad, was die Firmen mit Tagessätzen vergüten. Drinnen gab es etwa karitativ das Zwölf-Stunden-Schwimmen und die Kampagne SchwimmFix, die bei immer mehr Nichtschwimmern Schulen beim Gegensteuern unterstützt, ein Festmahl in Weiß im Neureuter Adolf-Ehrmann-Bad und Beats in der Therme (Vierordtbad): kostenloser Party-Genuss-Faktor.

Seit Jahren ist kaum noch Fachpersonal zu kriegen, nun konnten nicht zuletzt über Ansprache durch junge Kräfte vier neue Auszubildende gewonnen werden. Ganz wichtig für die Zukunftsfähigkeit, die (speziell auf junge Kundschaft ausgerichtet) ein gezeigter Bäder-Imagefilm deutlich machte.
-mab-

 
 

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