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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Oktober 2018

Jugendhilfeausschuss: Für gerechtere Fahrpreise

Diskussion im Ausschuss über die Ergebnisse der Jugendkonferenz

Veränderungen brauchen Beharrlichkeit und Stehvermögen derer, die sie anstoßen. Wer die Geduld verliert und aufgibt, hat verloren. Die Jugendlichen der mittlerweile fünften Karlsruher Jugendkonferenz (JuKo) jedenfalls bleiben am Ball. Sie konfrontieren Politik und Verwaltung mit Kritik und Ideen, haken nach, was daraus geworden ist, und präsentieren konkrete Ergebnisse wie jüngst im Jugendhilfeausschuss.

Er sei „stolz auf dieses Format“, lobte Bürgermeister Martin Lenz die vom Stadtjugendausschuss etablierte Beteiligungsplattform. Mit der Beleuchtung des Bolzplatzes Geroldsäcker, gerechteren Fahrpreisen für Jugendliche im öffentlichen Nahverkehr sowie der Teilhabe junger Geflüchterer und junger Menschen mit Handicap am Karlsruher Nachtleben baten Franziska del Gardo und Tyron Nyarko das Gremium, drei Themen der aktuellen JuKo-Ausgabe politisch voranzubringen.

Damit Kinder und Jugendliche den Bolzplatz am „Blauen Haus“ im Stadtteil Geroldsäcker auch im Herbst und Winter nutzen und nach Einbruch der Dunkelheit dort kicken können, sorgt das Gartenbauamt seit kurzem für entsprechende Beleuchtung. Nach einer Testphase wird geprüft, ob es weiteren Bedarf gibt. Man werde die „wichtigen Impulse“ der Jugendkonferenz aufnehmen, versprach GRÜNE-Stadträtin Renate Rastätter und ermutigte deren Beteiligte ebenso zum Weitermachen wie Irene Moser (SPD). Manches sei einfacher, anderes „tiefgründiger“ und damit schwerer zu lösen, griff deren CDU-Kollegin Bettina Meier-Augenstein das Thema Fahrpreise auf.

Weil die Umlandgemeinden nicht mitzögen, stehe Karlsruhe mit der Forderung nach Angleichung verschiedener Tickets  auf verlorenem Posten. KVV-Vertreter hatten bei einem Forum mit Jugendlichen im Mai zwar Gründe für die Tarifstruktur von ScoolCard, Ausbildungs- und Studikarte erläutert, eine Änderung der Situation aber nicht in Aussicht gestellt. „Wenn die Politik das will, ist einiges möglich“ sagte Natascha Roth für den Stadtjugendausschuss zu, das Thema in dessen Vollversammlung zu bringen. Auch auf die Unterstützung des Sozialdezernenten können die Jugendlichen zählen, „ich gebe die Hoffnung nicht auf“, so Lenz. Die nächste JuKo findet am 23. März statt. -maf-

 
 

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