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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Oktober 2018

Knielingen 2.0: Neuer Mittelpunkt

IDENTITÄTSSTIFTEND FÜR KNIELINGEN 2.0: VoWo-Geschäftsführer Storz, OB Mentrup und Baudezernent sowie neuer VoWo-Aufsichtsratsvorsitzender Daniel Fluhrer beim Richtfest. Foto: Fränkle

IDENTITÄTSSTIFTEND FÜR KNIELINGEN 2.0: VoWo-Geschäftsführer Storz, OB Mentrup und Baudezernent sowie neuer VoWo-Aufsichtsratsvorsitzender Daniel Fluhrer beim Richtfest. Foto: Fränkle

 

Wohnprojekte weitgehend abgeschlossen / Richtfest für das Ortsteilzentrum der Volkswohnung

Ein Richtfest ist Dank an die Männer und Frauen vom Bau. Es ist auch sichtbares Zeichen Richtung Fertigstellung. In Knielingen 2.0, wo die Bauleute am Dienstag den Richtkranz für das Ortsteilzentrum hochzogen, bekommt das Quartier mit dem 19-Millionen-Projekt der Volkswohnung (VoWo) bis Ende 2019 einen Mittelpunkt, „wo sich Menschen begegnen, austauschen und alltägliche Dinge erledigen“, so OB Dr. Frank Mentrup.

Das Ortsteilzentrum am Eingang des Gebiets Ecke Egon-Eiermann-Allee/Sudetenstraße besteht aus drei Gebäuden mit unterschiedlichen Nutzungen sowie einem Platz zum benachbarten Nahversorgungszentrum. Es entstehen 58 Mietwohnungen, hauptsächlich Zwei-, Drei- und Vier-Zimmerwohnungen, „mit einem Mix aus frei finanzierten und öffentlich geförderten Mietwohnungen“, so VoWo-Geschäftsführer Stefan Storz. Dabei sei bei diesem Projekt der Anteil der Sozialwohnungen mit 70 Prozent besonders hoch. Knielingen 2.0 sei eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte Karlsruhes der vergangenen Jahre, betonte Oberbürgermeister Mentrup.

Auf über 30 Hektar hat die VoWo dieses seit 2006 hochgezogen. Die Wohnprojekte sind mittlerweile weitgehend abgeschlossen – oder befinden sich mit dem Ortsteilzentrum und den 144 Wohneinheiten des autofreien Quartiers „loswohnen“ auf der Zielgeraden. Über 2.500 Menschen in fast 700 Wohnobjekten werden sich künftig „Knielinger 2.0er“ nennen können. Das Stadtquartier hat alle erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen für Jung und Alt – bis 2020 soll zudem die Stadtbahn direkt ins Gebiet rollen und seine Attraktivität weiter erhöhen. Zeit also, dass nun mit dem Ortsteilzentrum ein richtiges Zentrum dazu kommt, so Mentrup. „Es ist das Puzzlestück, um das Quartier zu komplettieren“, meinte denn auch VoWo-Chef Storz.

Neun Gewerbeeinheiten mit Flächen zwischen 83 und 443 Quadratmeter wird es geben. Auf jeden Fall ist eine ergänzende Gastronomie vorgesehen, darüber hinaus sind etwa Büro-, Praxis- oder Verkaufsräume denkbar. Errichtet wird das Projekt der städtischen Wohnungsbaugesellschaft nach Plänen des Karlsruher Büros rossmann+partner Architekten. Dieses stehe „für moderne, nachhaltige und zeitlose Architektur“, so Storz.

Ein „Baustelle“ ist noch offen: Denn noch gibt es keine Klarheit darüber, was mit der Garnisonskirche passiert. Es bestehe zwar von mehreren Seiten der Wunsch, die neben dem Ortsteilzentrum stehende denkmalgeschützte Kirche für kulturelle Zwecke zu erhalten, führte Mentrup beim Richtfest aus. Die momentane Situation ist aber: Hoher Sanierungsaufwand - und keine Nutzung in Sicht.

Weder bei einer Ausschreibung der VoWo noch innerhalb es Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts Knielingen 2030 wurde eine konkrete, wirtschaftlich tragfähige Nutzung gefunden. Aufgrund Gemeinderatsbeschluss werden VoWo und Stadt nochmals mit Knielinger Vereinen, Kunst- und Kulturschaffenden und weiteren Akteuren prüfen, ob und wie sich eine wirtschaftlich tragfähige Lösung realisieren lässt. Findet sich diese nicht, wird die VoWo entsprechend eines Aufsichtsratsbeschlusses einen Abrissantrag stellen. Der Bebauungsplan sieht Wohnbebauung vor. -rie-

 
 

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