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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Oktober 2018

Partnerstädte: Partnerschaften weiter entwickeln

AUF GUTE ZUSAMMENARBEIT: Die OB Mentrup, Pervyshov und Hénart beim Festakt im Rathaus von Krasnodar. Foto:  Stadt Krasnodar

AUF GUTE ZUSAMMENARBEIT: Die OB Mentrup, Pervyshov und Hénart beim Festakt im Rathaus von Krasnodar. Foto: Stadt Krasnodar

 

Drei Fragen an OB Dr. Frank Mentrup / Mehr Denkanstöße und Projekte durch deutsch-französisch-russische Zusammenarbeit

Die vor einem Jahr vereinbarte dreiseitige Partnerschaft zwischen den Städten Krasnodar, Nancy und Karlsruhe wurde in der vergangenen Woche mit einem Festakt im Krasnodarer Rathaus nochmals bekräftigt. OB Dr. Mentrup beantwortete Fragen der StadtZeitung Fragen zum Delegationsbesuch.

StadtZeitung: Warum wurde die trilaterale Vereinbarung der Partnerstädte zuerst in Karlsruhe und nun in Krasnodar noch einmal unterzeichnet?

OB Mentrup: Der gemeinsame öffentliche Abschluss unserer trinationalen Partnerschaft, der ersten deutsch-französisch-russischen Zusammenarbeit dieser Art überhaupt, in allen drei Städten ist wichtig zur Wahrnehmung durch die Bürgerinnen und Bürger, durch die Vereine, Verbände und alle öffentlichen und privaten Institutionen. Er soll auch Anlass geben, sich Gedanken zu machen, wie man sich selbst mit einem Projekt hier einbringen könnte. Dadurch wird die Vereinbarung in die jeweilige Stadtgesellschaft getragen und mit Leben erfüllt.

StadtZeitung: Wie waren ihre Eindrücke von der ersten gemeinsamen Delegationsreise mit ihrem Amtskollegen aus Nancy nach Russland?

OB Mentrup: Das war sehr anstrengend und hat viel Spaß gemacht. Die Erkenntnisse aus unseren Terminen im Gymnasium 36, in der Kuban-Universität, im Krankenhaus Nr. 1 oder im Fußballstadion des FK Krasnodar, aber auch bei offiziellen Terminen der Stadt sind durch die jetzt ja drei unterschiedlichen Perspektiven auf die Themen noch vielschichtiger und tiefer als zuvor. Es gibt spontan mehr Denkanstöße und Projektideen als früher. Die beiden OB-Kollegen Evgeny Pervyshov und Laurent Hénart und ich sind uns persönlich sehr schnell sehr nahe gekommen, so ging es allen Mitgliedern unserer Delegationen untereinander. Nicht nur die Partnerschaft Karlsruhe-Krasnodar hat sich bei diesem Austausch rasant weiterentwickelt, auch die Partnerschaft mit Nancy ist in Russland noch enger geworden.

StadtZeitung: Welches sind für Sie die wichtigsten Ergebnisse oder Anstöße für die weitere Zusammenarbeit?

OB Mentrup: Der Jugendaustausch bleibt das zentrale trilaterale Projekt, die Fortsetzung der Jugendkonferenz YouConf aus diesem Jahr in Karlsruhe und Berlin für 2019 in Nancy und 2020 in Krasnodar ist gesetzt. Zur Schulpartnerschaft des Kant-Gymnasiums in Karlsruhe mit dem Gymnasium 36 in Krasnodar wird ein Gymnasium in Nancy hinzukommen. Das Praktikantenprojekt zwischen allen Partnerstädten soll intensiviert werden, der Austausch zwischen dem Städtischen Klinikum in Karlsruhe und dem Krankenhaus Nr. 1 in Krasnodar in den Bereichen Pflege und Ärzteschaft soll auf die französischen Partner ausgeweitet werden. Auf Wunsch der Universität Lothringen soll es ein Treffen mit der Kuban-Universität und den Karlsruher Universitäten und Hochschulen 2019 in Nancy geben. Die Möglichkeiten, im Rahmen des Studierendenaustauschs Doppel- oder gar Dreifachabschlüsse zu erwerben, sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Ganz neu ist die Idee, gemeinsame Konzerte vorübergehend trilateral zusammengesetzter Projekt-Combos aus den drei Jazz-Szenen zu veranstalten und die Kulturszene der anderen Partnerstädte zu allen Musik- und Kulturfestivals einzuladen. Der Sieg von Toni Mogens beim Musikfestival in Krasnodar zeigt ja, wie fruchtbar das für alle Seiten sein kann. Ein großer Wunsch von russischer Seite ist zudem der Austausch mit der Karlsruher Leichtathletik. -fis-

 
 

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