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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Oktober 2018

Kultur: Spiel mit dem Unerwartbaren

EIGENE BILDSPRACHE: Der Künstler Heinz Pelz arbeitet seit zehn Jahren ausschließlich mit Mischtechniken auf Papier. Foto: Fränkle

EIGENE BILDSPRACHE: Der Künstler Heinz Pelz arbeitet seit zehn Jahren ausschließlich mit Mischtechniken auf Papier. Foto: Fränkle

 

Dem aktuellen Schaffen des Karlsruher Künstlers Heinz Pelz widmet der Förderkreis der Städtischen Galerie eine Sonderausstellung mit dem Titel „Dust and Trace“.

1959 in Ludwigsburg geboren, studierte Pelz von 1979 bis 1986 Malerei bei Per Kirkeby an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Er wurde mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, ist mit Exponaten in den Sammlungen der Kunsthalle Mannheim oder in der Deutsche Bank Art Collection vertreten. Heinz Pelz entwickelte – zunächst im Medium der Ölmalerei, seit etwa zehn Jahren ausschließlich mit Mischtechniken auf Papier - eine „eigenständige Bildsprache, geprägt von intensivem Dialog zwischen Papieroberfläche, malerischen Elementen und grafischen Strukturen“ heißt es im Vorwort des die Ausstellung begleitenden Katalogs.

Seine neuen Werke lassen sich kaum mehr als Zeichnungen kategorisieren, der Bildaufbau ist vielschichtig, erfordert zahlreiche Arbeitsschritte. Dabei kommen diverse Materialien, Malmittel, Techniken und Werkzeuge zum Einsatz. Heinz Pelz will sich nicht von vornherein festlegen. In der Hauptsache probiere, forsche, prüfe, revidiere und korrigiere, vor allem aber warte er und schaffe Bedingungen, „die den Zufall und die Eigengesetzlichkeit der Materie provozieren“, schreibt Dr. Franz Littmann in seinem Katalogbeitrag. Damit bliebe das Resultat immer eine Überraschung.

„Fast asketisch“ wirkten Pelz´ jüngste Arbeiten, schreibt in einem weiteren Text Kunsthistorikerin Dr. Margit Brehm, sie seien „bis aufs Äußerste reduziert und doch heiterer Balance haltend.“ Zur Natur einiger seiner Bilder gehörten auch winzige Farbpartikel, Pigmentstaub vom aufgelegten Carbonpapier, „die die Spur begleiten, sie an den Rändern flirren lassen. Fast nichts, fast alles. Dust and Trace.“ Die Schau ist bis 3. März 2019 im Forum des Museums zu sehen, Öffnungszeiten sind mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags bis 19 Uhr. „Dust and Trace – Heinz Pelz“ ist die neunte Präsentation des Förderkreises in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie. -red-

 
 

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