Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. November 2018

Gemeinderat: Lohn der Leiharbeit

Gremium lehnt gleiche Bezahlung mehrheitlich ab

Für gleiche Arbeit sollen Leiharbeitskräfte bei der Stadt den gleichen Lohn erhalten wie Stammbeschäftigte. Das forderten die Grünen in einem Antrag der mit 16 Ja-Stimmen zu 30 Nein-Stimmen mehrheitlich abgelehnt wurde.

Joschua Konrad (Grüne) wollte Equal Pay „wenigstens wenn wir selbst einstellen“ und wurde unterstützt von Uwe Lancier (KULT), der es als „Selbstverständlichkeit“ erachtete und Niko Fostiropoulos (Die Linke) der Equal Pay als „nur korrekt“ bezeichnete. Laut Verwaltungsantwort liege ein entscheidendes Problem im monetären Anteil der vermittelnden Firmen. Bei gleichem Lohn wären Leiharbeitskräfte teurer als regulär Beschäftigte, was haushaltsrechtlichen Grundsätzen widerspreche.

Die Stadt empfahl den Antrag abzulehnen und wurde unterstützt von Karl-Heinz Jooß (FDP), der befand, dass die städtische „Ablehnung begründet“ sei, Johannes Krug (CDU), der das Vorgehen für richtig und „rechtstreu“ hielt sowie Paul Schmidt (AfD), der fürchtete, dass Firmen bald nicht mehr „motiviert seien“ Chancen zu geben. Auch stimmte die SPD dagegen, um laut Gisela Fischer „Leiharbeit insgesamt zu verhindern“ und „nicht hoffähig“ zu machen, wie Hans Pfalzgraf hinzufügte. -gem-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe