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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. November 2018

Gemeinderat: Neuer grüner Wettbewerb

DER HINTERHOFWETTBEWERB soll wie die Blumenschmuckwettbewerb in einer neuen Konkurrenz aufgehen. Foto: Fränkle

DER HINTERHOFWETTBEWERB soll wie die Blumenschmuckwettbewerb in einer neuen Konkurrenz aufgehen. Foto: Fränkle

 

Pflanzenvielfalt, Ökologie und Klima künftig auch Thema

Für ein neues Wettbewerbskonzept zur Förderung von Pflanzen im privaten Umfeld votierte der Gemeinderat mit großer Mehrheit. Darin sollen der traditionsreiche Blumenschmuck- und Hinterhofwettbewerb aufgehen.

Beide hätten viele Jahre große Wirkung gezeigt, zuletzt aber zurückgehende Teilnehmerzahlen gehabt. Um bürgerschaftliches Engagement zur Förderung privaten Grüns im Stadtgebiet weiter anzuerkennen sowie Bürgerinnen und Bürger für andere Themen stärker zu sensibilisieren, sollen nun aktuelle Fragen zur Bedeutung von Begrünungen in der Stadt in die neue Konkurrenz „Pflanzenträume/Gartenräume“ einfließen. Ausgerichtet auf die Vielfalt und Einsatzmöglichkeiten von Pflanzen, geht es künftig neben der Verschönerung auch um ökologischer Wert und die Bedeutung für das Stadtklima, also Artenvielfalt im Einklang mit der Nutzung. Etwa bei Bienenweiden und Insektenfreundlichkeit.

Vorgeschlagen sind die Themen: „Vorgärten, die den Straßenraum beleben, öffentlich wirksamer Balkon- und Fassadenschmuck, Bäume prägen Räume, Freiräume als Treffpunkt und Blütenfreuden oder Farbe im Garten. Dafür vergibt wie bisher eine Jury Preise in Kategorien, die auch Nutzungsanforderungen und soziale Aspekte einschließen. Einbezogen wird auch die bisher an Teilnehmende des Blumenschmuckwettbewerbs vergebene Wolfgang-Fritz-Medaille der Bürgervereine. Der neue, jährlich ausgerichtete Wettbewerb soll 2019 mit Blick auf Vorgärten bei einem Budget von 20.000 Euro starten.

In der Diskussion hielt Renate Rastätter (GRÜNE) die „Zusammenlegung für gut ebenso wie neue Themen, die auf Wertverbesserungen in ökologischer Hinsicht“ zielten. Sie freue sich auf die Umsetzung und bat aber, „den romantisch verklärten“ Titel durch einen „zündenderen“ zu ersetzen. Sven Maier (CDU) war dafür, vermisste aber den „Sparwillen“ und verlangte in zwei Jahren eine Evaluierung. Den „Mehrbedarf von 20.000 Euro jährlich“ fand Dr. Raphael Fechler (SPD) richtig. Es müsse jedoch der Mehrwert des neuen Projekts deutlich werden. „Dass die Stadt offen sei für Neues und Themen integriere, die oft angesprochen werden“, begrüßte Jürgen Wenzel (FW). „Mutig von Cornelia Lutz, diese heißen Eisen gleich zu Beginn ihrer Amtszeit anzupacken“, fand es Thomas H. Hock (FDP). Seine Fraktion enthalte sich, wolle aber das neue Format bei Bewährung fortsetzen. Zustimmung kam auch von Lüppo Cramer (KULT), der einen passgenaueren Wettbewerb wünschte. -cal-

 
 

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