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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. November 2018

Gemeinderat: Rettungszentrum ist der Favorit

Das denkmalsgeschützte Haus in der Ritterstraße könnte ab 2021, wenn die neue Hauptfeuerwache bezogen ist, Domizil für Rettungs- und Sanitätsorganisationen werden. Foto: Fränkle

Das denkmalsgeschützte Haus in der Ritterstraße könnte ab 2021, wenn die neue Hauptfeuerwache bezogen ist, Domizil für Rettungs- und Sanitätsorganisationen werden. Foto: Fränkle

 

Auszug der Hauptfeuerwache in der Ritterstraße / Plenum nahm Absichtserklärung der Organisationen positiv auf / Nun Konkretisierung

Die Hauptfeuerwache in der Ritterstraße künftig zum Rettungszentrum für Karlsruher Rettungs- und Sanitätsdienstorganisationen zu machen, stieß bei allen Fraktionen auf Sympathie. Sie nahmen die Absichtserklärung der Organisationen einstimmig zur Kenntnis.

Gleichzeitig beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, das Vorhaben weiter zu verfolgen. Ein Richtungsbeschluss sei möglich, sobald der Investitionsbedarf festgestellt, eventuell notwendige bauliche Maßnahmen geklärt sowie das Finanzierungs- und Betriebsmodell der Rettungsorganisationen erneut überprüft sei.

Dann könnten ein Teil der Fahrzeuge, Material und Personal des Arbeiter-Samariter-Bunds, Maltester Hilfsdiensts, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Roten Kreuzes und von ProMedic unter einem Dach in zentraler Innenstadtlage Rettungs- und Sanitätsdienst inklusive Katastrophenschutzeinheiten bündeln. Denn die Organisationen haben an allen Standorten zu wenig Platz, und können deshalb auch neue, von Bund und Land angebotene Sonderfahrzeuge für den Katastrophenschutz nicht unterbringen. Ein gemeinsamer Standort fördere zudem das noch bessere Zusammenwachsen der schon sehr gut kooperierenden Organisationen.

In der Aussprache bezeichnete es Thorsten Ehlgötz (CDU) als „WinWin, von der Feuerwehr zum Rettungszentrum umzurüsten“ und verlangte eine Vollkostenrechnung, auch da einmal angedacht gewesen sei, über die Ritterstraße die Neue Feuerwache mitfinanzieren. Sie freue sich bei dieser „echten Kooperation als einmaliger Chance“ auf die Umsetzung, für die „geringe bauliche Anpassungen nötig“ seien und wolle sie in „Ausschüssen dargelegt“ haben, ergänzte Gisela Fischer (SPD). Ebenso wie Renate Rastätter (GRÜNE). Es sei „eindrucksvoll, erfahren zu haben, wie umfassend schon die bisherige Kooperation ist“, freute die sich Renate Rastätter (GRÜNE).

Die gemeinsame Initiative der Rettungsorganisationen sah Michael Haug (KULT) „als gutes Zeichen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern“. Karl-Heinz Jooß (FDP) und Dr. Paul Schmidt (AFD) erwarteten nun Konkretisierungen, Friedemann Kalmbach (FK) fand, hier passe alles und Jürgen Wenzel (FW) hob hervor, dass so „rettungsdienstliche Hilfeleitungsfristen verbessert“ würden und wollte geprüft haben, wie sich der Standort auf äußere Stadtteile auswirke. OB Dr. Frank Mentrup sprach von einem in Deutschland einmaligen Projekt und dankte Dr. Christoph Nießner, alle zusammengebracht zu haben.

Der Nachnutzung der Feuerwache sowie der Häuser des Badischen Konservatoriums in der Kaiserallee 11c und Jahnstraße 20 galt zudem eine Anfrage der Grünen. Laut Verwaltung könnten in der Kaiserallee Wohnungen für Studierende entstehen. In der Jahnstraße will sich die benachbarte Kunstakademie erweitern. -cal-

 
 

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