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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. November 2018

Gemeinderat: Satzungsbeschluss für Alt-Knielinger Bebauungsplan

VORLIEGENDE WOHNLÖSUNG für das anspruchsvolle Knielinger Areal Maxauer/Saarlandstraße bis Bahn kann weiterverfolgt werden. Foto: Fränkle

VORLIEGENDE WOHNLÖSUNG für das anspruchsvolle Knielinger Areal Maxauer/Saarlandstraße bis Bahn kann weiterverfolgt werden. Foto: Fränkle

 

Für mehr nach Konsens-Meinung dringend benötigten Wohnraum hat der Gemeinderat mehrheitlich den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Maxauer Straße“ als Satzung beschlossen. Im Süden von Alt-Knielingen sollen so sechs zweigeschossige Doppelhäuser und 58 barrierefreie Wohnungen in vier dreigeschossigen Bauten entstehen.

Das fragliche Areal lässt sich durch Maxauer (Häuser) / Saarlandstraße im Osten und die Bahnverbindung (Wohnungen) mit der Pfalz im Westen kennzeichnen.
Die schwierige Lage verhinderte bislang eine (Wohn-)Bebauung, nun wird der Lärmbelästigung durch den Zugverkehr massiver Schallschutz entgegnet. Auch naturrechtliche Belange sind samt Artenschutz-Gutachten berücksichtigt.

Möglicherweise existenzbedrohende Eingriffe werden ausgeglichen, und die langgezogenen nördlichen Teile des Plangebiets bleiben dem Naturschutz vorbehalten. Die Öffentlichkeit wurde frühzeitig eingebunden, trug nach kritischer Auseinandersetzung im Forum während der Auslage des Bebauungsplans aber keine Anregungen vor. Im Gemeinderat kamen die von den Grünen, die weiter Anstoß an den Besucher-Außenparkplätzen nahmen, die Gehölz und Biotop beeinträchtigten. Die Verwaltung hatte hierzu erklärt, das Biotop werde als Lebensraum gestaltet und das Gehölz durch Ausgleich aufgewertet.

„Als Zeichen“, aus eigener Sicht keines der vorgeworfenen Blockade, enthielt sich die GRÜNE- wie die LINKE-Fraktion dennoch gegenüber 37-Mal Ja der Stimme. Den im Quartier zweifellos hohen Parkdruck verschärften Johannes Honné zufolge dort Beschäftigte. CDU, SPD und KULT waren sehr zufrieden und konnten die kritische Position der Grünen nicht nachvollziehen. So pointierte Jürgen Wenzel (FW), auch für die FDP: „Es gibt wenige Projekte, wo man so zustimmen kann.“ Hier werde sinnvoll „für die Zukunft gebaut“. -mab-

 
 

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