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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. November 2018

TRK: Innovation ist Zukunft

39. Sitzung der TRK-Regionalkonferenz / Vernetzung, Digitalisierung und Weiterbildung im Fokus

„Der Wettbewerb läuft zwischen China strong, America first und Europe competitive“, erklärte IHK-Präsident Wolfgang Grenke bei der Pressekonferenz zur 39. Sitzung der Regionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK). Um konkurrenzfähig zu bleiben müsse daher die „Vernetzung innerhalb Europas“ vorangetrieben werden.

„Vor diesem Hintergrund wollen wir auch das Deutsch-Französische Netzwerk für Künstliche Intelligenz entwickeln“, führte Grenke aus. TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz ergänzte, dass die TechnologieRegion im kommenden Jahr um das elsässische Departement Bas-Rhin erweitert wird. Zudem sei das Karlsruher Welcome Center für ausländische Fachkräfte „schon so angefragt, dass wir eine zweite Person einstellen mussten“, so Ehlgötz.

Neben der Vernetzung war die Innovationskraft ein wichtiges Thema der Regionalkonferenz. Insgesamt sei die Region in diesem Feld zwar sehr gut aufgestellt, doch laut einer aktuellen Prognos-Studie bestehe in Sachen Innovationsausgaben eine deutliche Schere zwischen Großunternehmen und Mittelstand. Ein Grund dafür seien die derzeit noch gut gefüllten Auftragsbücher der kleinen und mittleren Unternehmen. Gleichzeitig fehlten dem Mittelstand aber die Kapazitäten, sich mit Innovation, Disruption und neuen Geschäftsmodellen zu beschäftigen.

Tobias Koch, Leiter des Stuttgarter Prognos-Büros hatte bei der Konferenz daher empfohlen, regionale Innovationspotentiale zu aktivieren, Innovationsprozesse zu beschleunigen und Innovationssysteme weiterzuentwickeln. Idealerweise sollten Wirtschaft und Wissenschaft dabei eng zusammenarbeiten. Die IHK könne als „Spinne im Netz“ fungieren, die gemeinsam mit dem CyberForum und der TRK die Rolle des Koordinators übernähme. Positiv hervorgehoben wurde zum Beispiel das „Innogator NETZ“, mit dem die TRK bereits ein prämiertes Projekt in diesem Bereich anbietet.

Digitale Innovationen verändern natürlich auch in hohem Maße die Arbeitswelt. Neben neuen Management- und Organisationsstrukturen ging es bei der Konferenz auch um all diejenigen, die sich an die Umstrukturierungen anpassen müssen. Insbesondere bei Menschen die Helfertätigkeiten ausüben, bestünde vielfach die Gefahr, durch neue Entwicklungen ersetzt zu werden. Um dies zu verhindern sei die qualifizierte Aus- und Weiterbildung eine entscheidende Weiche für ein positives Zukunftsszenario. -red / gem-

 
 

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