Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. November 2018

Umweltausschuss: „Meine Grüne Stadt“ mitgestalten

LANDSCHAFTSSCHUTZ AM HEIDESSE: ein Neureuter Projekt im Kontext „Grüne Stadt“, das auch attraktive Naherholung bieten soll. Foto: Fränkle

LANDSCHAFTSSCHUTZ AM HEIDESSE: ein Neureuter Projekt im Kontext „Grüne Stadt“, das auch attraktive Naherholung bieten soll. Foto: Fränkle

 

Erlebbares Biotop und identitätsstiftender Naturfriedhof wegweisend / Umweltausschuss begrüßt Bürgerprojekte in Neureut und Grünwinkel / Hilfe nötig

Die „Grüne Stadt“ bleibt wesentliches Leitmotiv und Selbstverständnis Karlsruhes. In der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit wurde ein Überblick über aktuelle Bürgerprojekte gegeben, die teils aus den ersten beiden Ideenwerkstätten resultieren.

Umweltbürgermeister Klaus Stapf als Ausschuss-Vorsitzender verwies darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Projekte selbst tragen. Die Verwaltung unterstützt tatkräftig. Einige der Bürgerprojekte stellten nun das Amt für Umwelt und Arbeitsschutz sowie das Friedhofs- und Bestattungsamt dem Gremium vor, das diese wohlwollend honorierte und mit interessierten Detailfragen bedachte.

Gemeinsame Anstrengungen tragen erste Früchte, wie „Landschaftsschutz am Heidesee“ und „Naturfriedhof Heidenstücker“ zeigen. Ersteres geht auf den Bürgerverein Neureut-Heide (BV) zurück, fand mit der Ortsverwaltung, städtischen Ämtern und der Fischerzunft helfende Akteure, ist aber zwingend auf weitere ehrenamtliche Kräfte angewiesen. Auch der BV hat seine Kapazitätsgrenzen längst erreicht. Ziel ist es, die biologische Vielfalt des Geländes zu bewahren, über ihren Wert zu informieren und zugleich das Gebiet mit Naherholungsangeboten nachbarschaftsfreundlich aufzuwerten.

Probleme bereiten trotz Jugendarbeit und Kommunalem Ordnungsdienst weiter bis nachts lärmende, teils randalierende Gruppen. Das Ausweisen als öffentliche Grünanlage bleibt wesentlicher Meilenstein, Kommunikation Daueraufgabe. Wichtige Bausteine sind der Heideputz, geführte Spaziergänge (zuletzt im Oktober), Vogelstimmenwanderungen und geplante Informationstafeln. Deren Gestaltung erarbeiteten zum Beispiel Mädchen und Jungen des Partners Schulzentrum Neureut.

Ebenfalls einen pädagogischen Schwerpunkt verfolgt das Bürgerprojekt Naturfriedhof Heidenstücker, der überdies Lebens- und Ruheräume, auch pietätvoll und doch einladend Identifikation schaffen soll. Die Anlage wurde bislang nicht als Bestattungsort verwendet, doch nun soll dort nach und nach mit dem Bürgerverein Grünwinkel als Initiator und der dortigen Grundschule ein Bestattungswald entstehen – und mehr. Das Entree mit Esskastanien soll bald übergehen in Wiesen- und Streuobstverband, zu dem vor allem die Siedler der Heidenstückersiedlung beitragen möchten, sowie Wiesen- und Blühfläche, auch für Insekten. Ergänzt durch den Bestattungswald, Leben und Tod bleiben verbunden.

Grundschüler, die beim Pflanzen und Pflegen der Bäume helfen, können besonders intensiv, so der Projektgedanke, das sich Entfalten der Esskastanien miterleben. Zur weiteren Pflanzung mit feierlichem Auftakt am Samstag, 17. November, sind heimische und langfristig nutzbare Arten bevorzugt. -mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe