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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. November 2018

Forst: Lichten für Habitate

FORSTAMT AZUBIS ARBEITEN AN ÖKO-PROJEKT: Über die Schulter schauen ihnen  Waldökologin Stefanie Bauer, Forstamtschef Ulrich Kienzler, BM Klaus Stapf und Ortsvorsteherin Elke Ernemann. Foto: Knopf

FORSTAMT AZUBIS ARBEITEN AN ÖKO-PROJEKT: Über die Schulter schauen ihnen Waldökologin Stefanie Bauer, Forstamtschef Ulrich Kienzler, BM Klaus Stapf und Ortsvorsteherin Elke Ernemann. Foto: Knopf

 

Projekt für ökologische Vielfalt / Städtischer Forst fördert die Biodiversität an Waldrändern

Im Stadtwald Karlsruhe soll die Biodiversität durch gezielte Maßnahmen gefördert werden. Im Fokus stehen die hierfür besonders geeigneten Waldränder, die Spaziergänger meist als „grüne Wand“ wahrnehmen, bei welcher jedoch der Übergang von Wald zu Offenland verloren gegangen ist.

Durch Pflege- und Gestaltungsmaßnahmen plant das städtische Forstamt nun mehr Licht an geeignete Stellen zu bringen, umso die Artenvielfalt konkret zu fördern. Insbesondere Kraut- und Strauchschichten sollen als Lebensraum für Pflanzen und Tierarten wie Schmetterlingen, einer Vielzahl weiterer Insekten und Vögeln dienen. Bürgermeister Klaus Stapf und Forstamtsleiter Ulrich Kienzler stellten jetzt das Öko-Projekt am Waldrand von Hohenwettersbach vor.

„Das Forstamt und das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz arbeiten bei diesem Projekt Hand in Hand. Der Artenvielfalt kommt das Licht an den Waldrändern sehr entgegen. Hier können sich durch Büsche und Sträucher neue Habitate entwickeln“, betonte dabei Stapf. Durch die Pflegemaßnahmen, bei denen Bäume entnommen werden, entstehe so ein neuer Kreislauf. „Das ist eine schöne Initiative zu Gunsten der Biodiversität. Von der neuen Gestaltung profitieren unter anderem Insekten und Vögel“, so Stapf weiter. Man habe das Konzept gemeinsam mit dem Umweltamt erarbeitet, betonte Kienzler, der hinzufügte, dass das Karlsruher Forstamt mit der Maßnahme eine Vorreiterrolle in der Region übernehme.

Auch Pflanzenarten bekämen durch mehr Licht neue Möglichkeiten. Waldökologin Stefanie Bauer zählte etwa Mehlbeere, Pfaffenhüttchen, Elsbeere oder Wildrose auf. Der Wald solle zurückwandern, damit die ökologische Vielfalt mehr Raum erhalte. Für das Projekt sind die Azubis des Forstamts zuständig, die mit Motorsägen für mehr Licht im Revier Bergwald sorgen. Lob für gab es von Ortsvorsteherin Elke Ernemann. „Hohenwettersbach und der heimische Wald sind wertvolle Naherholungsgebiete für die Region, umso wichtiger ist ein solches Projekt.“

Neben dem Höhenstadtteil gibt es weitere Maßnahmen in den Rheinauen und Stupferich auf einer Länge von rund drei Kilometern. Finanziell unterstützt wird die „Lichtung“ der Waldränder vom Regierungspräsidium, erläuterte Ulrike Rohde (Umwelt- und Arbeitsschutz). -voko-

 
 

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