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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. November 2018

REGEKO: Nach Start jetzt am Ball bleiben

ZUM VORZEIGEQUARTIER mit Aufenthalts- und ökologischer Qualität will die Stadt das Gewerbegebiet Grünwinkel zusammen mit den dort ansässigen Firmen machen. Foto: Fränkle

ZUM VORZEIGEQUARTIER mit Aufenthalts- und ökologischer Qualität will die Stadt das Gewerbegebiet Grünwinkel zusammen mit den dort ansässigen Firmen machen. Foto: Fränkle

 

Abschlussforum des Projekts REGEKO für modellhaftes Gewerbequartier Grünwinkel

„… mehr (als) Gewerbe!“ soll es künftig im 85 Hektar großen Gewerbequartier Grünwinkel nach dem dreijährigen Forschungsprojekt REGEKO, also dem ressourcenoptimierten Gewerbeflächenmanagement durch Kooperation, geben.

REGEKO förderten Bund und Land. Beim Abschlussforum  am 31. Oktober zogen Oberbürge-rmeister  Dr. Frank Mentrup, Unternehmer, Eigentümer  und städtische Fachleute vor Ort  nach drei Jahren mit rund 30 Veranstaltungen ein erstes Fazit. Mangels neuer, freier Flächen sei die Innenentwicklung ihrer Gewerbeflächen für die Stadt zwar eine Herausforderung aber von essentieller  Bedeutung, so Mentrup. Dabei gehe es darum,  oft nüchterne Areale  zu attraktiven Arbeitsorten zu machen, inklusive Kinderbetreuung, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants für Treffen mit Kollegen oder Kunden.

Neben  Verdichtung und Optimierung der Gebäude, auch in die Höhe, brauche es dafür wegen des klimatischen Wandels Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, mehr Grün und weniger Versiegelung, etwa Aufenthaltsräume mit kleinen Parks sowie gute ÖPNV- und Fahrradverbindungen. Es gebe zwar  eine passable Anbindung, noch nicht perfekt sei aber das Umsteigen. Er würde sich freuen, so Mentrup, wenn „alle Beteiligten in Kontakt bleiben und in den nächsten Jahren größere Entwicklungsschritte gehen, denn dieses Gebiet könnte wegen seiner zentralen Lage und guten Erreichbarkeit  Vorzeigecharakter erhalten. Wichtig war, dass wir uns mit dem Rahmenplan beschäftigt haben“. Diesen samt Maßnahmen skizzierte Planer Philipp Krass, nachdem Quartiersmanager Moritz Wolf Einblicke in seine Arbeit gegeben, etwa drei Fachforen, nämlich zu Grün und Wasser, Energieeinsparung und eben  zum Rahmenplan genannt hatte.

Laut Krass gibt es vier unterschiedlich entwickelte Bereiche, teilweise wenig ausgenutzt, ist die Eingangssituation schon ganz gut, herrscht aber an der wichtigen Kreuzung in der  Mitte noch Chaos. Die Lücken des rudimentären Fahrradnetzes gelte es zu schließen, gut wäre eine neue Querung der Südtangente, um den Westbahnhof besser zu erreichen. Der nicht sichtbare Stadteingang aus Richtung Pfalz, die Westspitze, könnte durch höhere Gebäude akzentuiert werden.  Bisher sind sie ein- bis zweigeschossig.

Die anwesenden Unternehmer bewerteten die neuen Kontakte untereinander und zur Stadt als positiv und fragten, wer künftig  die Initiative ergreife, beispielsweise ein Verein? Gewünscht wurden auch ein Unternehmensverteiler mit Kontaktdaten und die Einbindung  bei der Überarbeitung des Bebauungsplans. Letzteres wie die Unterstützung der Fachämter sicherte Planungsamtschefin Prof. Anke Karmann-Woessner nicht nur zu, sondern forderte wie Andrea Scholz,  Wirtschaftsförderung, alle Firmen auf, ihre Wünsche und Bedürfnisse einzubringen: „Sie sind der Player“ (Info: www.regeko-karlsruhe.de). -cal- 

 
 

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