Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. November 2018

Gemeinderat: Im Sinne von Kindern und Eltern

Optimierte Betreuung bleibt im Fokus / Mehr Stellen / Konzepte beschlossen

„Es ist schade, Ganztagsgrundschulen gegen Hortplätze auszuspielen“, forderte Sibel Uysal (SPD) mehr Empathie von der AfD. Diese wollte keine weiteren Ganztagsgrundschulen. Das sei im Sinne vieler Eltern, der Bedarf übererfüllt.

Eine Position, die in der Debatte zum leicht modifizierten Teilhaushalt Schulen und Sport (dem die Verwaltung per Veränderungsliste aber schon unter anderem eine Stelle im Kontext IT-moderne Schule, zwei neue FSJ-Stellen sowie mehr Mittel für Verkehrswacht, Landesmedienzentrum und Lehr-Werkstätten mitgab) keine Unterstützung fand. Uysal erklärte Probleme bei der Umstellung für unbestritten, doch sollten Parallelstrukturen abgebaut werden, während ja etwa in Knielingen jüngst Hort-Lösungen getroffen worden seien.

Eine rückwärtsgewandte Haltung der AfD kritisierte Renate Rastätter (GRÜNE), betonte aber: „Natürlich respektieren wir den Willen der Eltern.“ Über deren Beirat und die Jugendkonferenz setzte KULT einen gemeinsamen Antrag mit den Grünen für eine günstigere Scool-Card an, das Vorhaben scheiterte. „Wenn wir jetzt am Zuschuss drehen, ändert das nichts an der eigentlichen Preisspirale“, kündigte Hans Pfalzgraf (SPD) an, einen grundlegenden Wandel für einfachere und günstigere Tarife erreichen zu wollen. Im Gespräch auch mit relevanten Akteuren wie dem Karlsruher Verkehrsverbund.

Der Migrationsbeirat soll sich dem Lernfreunde-Haus widmen, für das KULT mit Bürgern, der Einrichtung selbst, zwei Stellen gefordert hatte. „Stellen können wir mit Sicherheit nicht schaffen, brauchen aber Lösungen“, wollte Michael Zeh (SPD) vermitteln, während es OB Dr. Frank Mentrup bei allem gelobten Herzblut leid war, „für Dinge am Pranger zu stehen als Stadt, für die ich nicht zuständig bin“. Gerne legte er die mehrheitlich beschlossene Rahmenkonzeption Kinder- und Familienzentren vor, die so zum neuen Jahr in Kraft tritt. Bis zu 25 Zentren werden in strukturierter Vergabe für flächendeckende Qualität ausgewählt.

Bedarfsgerecht erweitert werden kann mit Mehrheitsvotum die fortgeschriebene „Frühe Prävention“ für sichere familiäre Bindungen. Inklusion in Ganztagsgrundschule und Ergänzender Betreuung stärkt eine dritte mehrheitlich goutierte Vorlage, mit der ein GRÜNE-Antrag erledigt war: 0,1 Vollzeitstellen pro inklusiv betreutem Kind. Gleich 4,75 Stellen Schulsozialarbeit erwirkte das Plenum per SPD-Antrag, der die höchste Forderung aufwies. -mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe