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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. November 2018

Volkstrauertag: Frieden verpflichtet

Foto: Knopf

Foto: Knopf

 

Traditionell gedachten Vertreter der Stadtgesellschaft und zahlreiche Bürger am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt auf dem Hauptfriedhof. Zunächst am Jüdischen Friedhof, anschließend begab sich die Delegation zum Ehrenmal.

In der Kapelle des jüdischen Friedhofs legten der  Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe, Petr Kupershmidt, und OB Dr. Frank Mentrup einen Kranz für die 986 ermordeten Karlsruher Juden nieder (unser Bild). Danach sprach Kupershmidt das Kaddisch, ein Heiligen- und Totengebet, bei dem der Verstorbenen gedacht wird. Am Ehrenmal folgte die zentrale Gedenkfeier der Stadt und des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Dort legten Vertreter des Gemeinderats, der Bundeswehr, der Kirche, der Vereine sowie politische Entscheidungsträger mit dem Stadtoberhaupt einen Kranz nieder.

Der stellvertretende katholische Stadtdekan Erhard Bechtold erinnerte an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und mahnte, Frieden sei keine Selbstverständlichkeit. „Es gibt keinen heiligen Krieg, nur der Friede ist heilig. Wir müssen wachsam für Frieden und Freiheit einstehen“, betonte Bechtold, der die „Hölle von Verdun“ als  Sinnbild für die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ und das Massensterben zeichnete. Mentrup gedachte der Opfer von Gewalt, Krieg, Terror und politischer Verfolgung. Besonders erinnerte er an die im Widerstand gegen das NS-Regime, wegen ihrer sexuellen Orientierung oder einer Behinderung Ermordeten. -voko-

 
 

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