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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. November 2018

Bürgerforum: Viel Beifall für Stadionpläne

VOR DEM STADIONMODELL: Architekt Nixdorf, BAM-Geschäftsführer Eichholtz, OB Mentrup, Werner Merkel und Frank Nenninger vom Eigenbetrieb (von links). Foto: Fränkle

VOR DEM STADIONMODELL: Architekt Nixdorf, BAM-Geschäftsführer Eichholtz, OB Mentrup, Werner Merkel und Frank Nenninger vom Eigenbetrieb (von links). Foto: Fränkle

BLICK AUS DEM GÄSTEBEREICH des neuen Stadions im Wildpark. In der Haupttribüne sind Businessclub und Logen ebenso integriert wie Geschäftsstelle und Sicherheitszentrale. Visualisierung: agn

BLICK AUS DEM GÄSTEBEREICH des neuen Stadions im Wildpark. In der Haupttribüne sind Businessclub und Logen ebenso integriert wie Geschäftsstelle und Sicherheitszentrale. Visualisierung: agn

 

„Fachleute mit Herz für den Fußball“ beim Bürgerforum / OB-Appell an die Fans

„Die Verträge sind abgeschlossen. Nichts kann den Neubau des Stadions an traditionsreicher Stelle im Wildpark mehr aufhalten“, hielt OB Dr. Frank Mentrup bei der Eröffnung des Bürgerforums zum Neuen Fußballstadion vergangene Woche fest. Um Restzweifel bei den über 500 erschienen Menschen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Während der Leiter des Eigenbetriebs Wildparkstadion, Werner Merkel, den Ablauf des Vergabeverfahrens erläuterte, aus dem letztlich die BAM Sports GmbH als Totalunternehmer hervorging, war die steigende Spannung auf die Vorstellung der Stadionpläne spürbar. „Wir haben ein hochkompetentes Team mit viel Stadionerfahrung am Start“, zeigte sich BAM Sports-Geschäftsführer Axel Eichholtz froh, endlich in die heiße Phase vor dem Baubeginn starten zu können.

Magisches Dreieck

„Es ist ein ganz besonderer Ort, der eine ganz eigene Lösung braucht, die zudem im Magischen Dreieck zwischen Kosten, Qualität und Fans liegt“, sprühte Dr. Stefan Nixdorf vor Begeisterung, für den Wildpark planen zu dürfen. Bei dem renommierten Stadionarchitekten, der das Rhein-Energie Stadion in Köln als sein „Gesellenstück“ bezeichnet, stehen auch die Fußballarenen in Mainz, Sinsheim, Aachen und Regensburg auf der Referenzliste. Zudem ist er Autor des Internationalen Standardwerks „Stadium Atlas“.

Für Karlsruhe hat er erst einmal als „dankbares Gerüst den Bebauungsplan“ herangezogen, der nur behutsame Eingriffe zulasse. Die vorhandenen Wälle sollen auch lediglich tiefer und breiter neu angelegt werden. Darauf komme ein kompakter Fußballtempel, der alles umfasse, von den Spielerkabinen über die Ränge und Verpflegungsstationen bis hin zur Geschäftsstelle. Elegant und prägnant mit einem aus Ypsilon-Stützen aufgesetzten Stadiondach präsentiere sich ein „Weißes Stadion mit blauer Tribüne auf grünem Wall als bestimmendes Element“. Auf dem Wall werde ein umlaufender Boulevard angelegt, erst von dort aus sollen die Fans die Einlasskontrollen passieren, um dann die zehn nach unten und 30 nach oben angelegten Reihen anzusteuern. Das 34000 Zuschauer fassende Stadion werde als Einrangbau „steil und laut“, was nicht zuletzt die „Blaue Wand“ im Heimfanblock mit 9600 Stehplatzen garantiere.

Fertigstellung Mai 2022

Eine besondere Herausforderung werde das Bauen im laufenden Spielbetrieb, erklärte BAM-Geschäftsführer Eichholtz. Lediglich das Spielfeld bleibe erhalten, beginnend mit dem Bau der Osttribüne soll das Gesamtprojekt in 48 Bauphasen bis Mai 2022 fertiggestellt werden.

Viel Lob aus dem Publikum gab es in der Fragerunde zu den vorgestellten Planungen. Angesprochen wurden dabei Verkehrs-, Sicherheits- und Energiefragen, ebenso wie Farbgebung, die sanitäre Ausstattung und behindertengerechten Abläufe. „Unser Positionspapier wurde in nahezu allen Punkten umgesetzt“, erklärte Marco Fuchs von den „Supporters“. Dazu gehören auch die Versorgungsmöglichkeiten auf dem Gästeparkplatz und eine direkte Überführung von dort aus ins Stadion. „Man merkt, dass hier Fachleute mit Herz und Begeisterung für den Fußball am Werk sind“, hielt OB Mentrup fest.

Es sei schon nicht einfach gewesen, dies alles im Vergabekorridor unterzubringen, bat er zu bedenken, dass nicht alles Wünschenswerte machbar sei. Die Fans könnten ihren Beitrag leisten, indem sie auch in der Bauphase die Spiele besuchen oder etwa eigene Initiativen starten, um Sonderwünsche noch zu realisieren. Weitere Infos zum Stadionneubau und aktuelle Webcam-Bilder von der Baustelle gib es auf stadionneubau-karlsruhe.de. -fis-

 
 

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