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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. November 2018

„Oberer Säuterich“: Anschluss für künftiges Wohngebiet

FLEISSIG DISKUTIERT wurde jüngst beim Bürgerforum in der Karlsburg über die Pläne und Konzeptionen zum Areal „Oberer Säuterich“. Foto: Knopf

FLEISSIG DISKUTIERT wurde jüngst beim Bürgerforum in der Karlsburg über die Pläne und Konzeptionen zum Areal „Oberer Säuterich“. Foto: Knopf

 

Forum zum Rahmenplan „Oberer Säuterich“ fokussiert Verkehrs- und Umweltfragen / Reduzierte Anbindung an B3 für Areal in Durlach-Aue / Entwässerungs- und Naturkonzept

Groß war der Andrang beim Bürgerforum zum Rahmenplan „Oberer Säuterich“, kürzlich in der Durlacher Karlsburg. In Aue sollen 385 Wohneinheiten in einer moderaten Dichte (55 Wohnungen pro Hektar) für rund 800 Personen entstehen. Im Fokus stand das Verkehrsgutachten für das geplante Areal.

Nach der Begrüßung durch Bürger-meister Daniel Fluhrer berichteten Experten aus der Verwaltung über den aktuellen Sachstand. Beim Verkehrsgutachten war die Zählung der Verkehrsteilnehmer ein Diskussionspunkt. Manuel Hitscherich (Planungsbüro ptv) betonte, dass man neben einer Zählung vom 12. Juli (plus fünf Wochentage davor und danach) auch frühere Zählungen einbezogen habe. Ferner wurden die künftigen Verkehre unter anderem durch die neue dm-Hauptzentrale (3000 pro Tag) und das geplante IKEA-Haus (10.000 pro Tag) mit einbezogen

Folgende Schlüsse zog der Planer aus den vorgestellten Varianten: Der Querschnitt der Wirtschaftsbrücke über die B3 reiche zur konfliktfreien Abwicklung aller Ströme nicht aus. Die Zusammenfassung der zwei Bestandsknoten an der B3 zu einem großen Knoten sei ebenso wenig leistungsfähig und ein zusätzlicher Vollknoten an der B3 nur dann zu rechtfertigen, wenn andere Lösungen ausscheiden. Eine Erschließung über die Fiduciastraße bringe keine Entlastungen in der Karpatenstraße und der Schlesierstraße.

Am Ende blieb nur eine reduzierte Anbindung an die B3 (Südtangente). Diese entlaste das Gesamtgebiet, ohne den Verkehr auf der B3 signifikant zu beeinträchtigen. Die Anbindung soll über die Karpatenstraße erfolgen und „nicht zu attraktiv sein, um neue Ströme durch Aue zu vermeiden“, versicherte Hitscherich. Stefan Schwartz, Verkehrsplaner des Stadtplanungsamts, sprach von einem möglichen Halbanschluss an die B3 statt eines Vollanschlusses. Ferner soll eine Erschließung für Radfahrer in das übergeordnete Radnetz erfolgen. Über das Entwässerungskonzept referierte Toralf Kramer (Tiefbauamt). Norbert Hacker (Umweltamt) berichtete vom Vorkommen von Wechselkröten und Zauneidechsen.

Im weiteren Verlauf des Verfahrens wird das Verkehrs-gutachten am 16. Januar im Ortschaftsrat Durlach vorgestellt und einen Tag später im Planungsausschuss diskutiert. Im Mai 2019 soll der finale Rahmenplan im Ortschaftsrat und im Planungsausschuss vorgestellt und nach Beschluss das Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden. Im selben Monat ist die öffentliche Vorstellung des Rahmenplans vorgesehen. Einen Monat später soll das Bebauungsplanverfahren dann auch beginnen, inklusive Prüfungen zu Lärm- oder Artenschutz. Innerhalb des Beteiligungsverfahrens wird erneut die Öffentlichkeit informiert und zur Partizipation bewogen. So soll es Planungswerkstätten geben, zu Themen wie Quartiersplatz, öffentliche Räume, Grünflächen. -voko-

 
 

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