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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Dezember 2018

Angepackt: Mitmachen Ehrensache

ALS INKLUSIVES TANDEM erarbeiteten Carolin und Marcel ihren Spendenlohn für „Mitmachen Ehrensache“ in der Rathausdruckerei. Foto: Fränkle

ALS INKLUSIVES TANDEM erarbeiteten Carolin und Marcel ihren Spendenlohn für „Mitmachen Ehrensache“ in der Rathausdruckerei. Foto: Fränkle

 

Carolin und Marcel jobbten als inklusives Tandem im Rathaus für den guten Zweck

Als starkes Team jobbten Carolin Quast und Marcel Marcyk am 5. Dezember einen Tag lang im Karlsruher Rathaus. Sie druckten, falzten, verteilten Post – und spendeten ihren Arbeitslohn für soziale Projekte. Möglich macht dies die Aktion „Mitmachen Ehrensache“ des Stadtjugendausschusses (stja).

Schon seit 2005 engagieren sich so im Stadt- und Landkreis Karlsruhe mehrere hundert Schülerinnen und Schüler jährlich, seit 2014 auch als inklusive Tandems, genau wie Carolin und Marcel. „Wir lernen drei Arbeitsplätze kennen“, berichtet die 17-jährige Schülerin der Carl-Engler-Schule. Gemeinsam mit Marcel, der die Albschule besucht, packt sie in der Rathausdruckerei, in der Zentralen Poststelle sowie in der Abteilung Protokoll mit an. Caro ist schon zum fünften Mal bei „Mitmachen Ehrensache“ dabei und engagiert sich in ihrer Freizeit beim BEO-Netzwerk des Stadtjugendausschusses.

Auch der 18-jährige Marcel ist kein Neuling bei der Aktion, die unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel steht. „Bei diesem kleinen Einblick in die Arbeitswelt findet man ja auch Hinweise darauf, was einem liegt oder nicht“, betonte Mentrup, als er Carolin und Marcel im Rathaus begrüßte. In diesem Jahr sind unter etwa 1.000 Karlsruher Schülerinnen und Schülern sieben inklusive Tandems – jeweils ein Partner mit und ohne Beeinträchtigung – an den Start gegangen.

Etwa 600 Arbeitgeber haben den Engagierten Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, neben der Stadt Karlsruhe zum Beispiel eine Bio-Supermarktkette oder Senioreneinrichtungen. „Wir erwarten eine ungefähre Spendensumme von 25.000 Euro“, schätzte stja-Vorsitzender Daniel Melchien. Wohin das Geld gespendet wird, dürfen sich die beteiligten Schulen selbst aussuchen. Hoch im Kurs stehen etwa die Projekte „Freundschaftsbrücke Nicaragua“ oder „Togo Ville e.V.“. -bea-

 
 

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