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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Dezember 2018

Bernhardusplatz: Neues Gesicht für das Durlacher Tor

EIN AUFENTHALTSORT mit Grünflächen, Wasserspiel und Sitzgelegenheiten soll der Bernhardusplatz ab 2021/22 werden. Feststehen wird die endgültige Planung allerdings erst in zwei Jahren. Foto: Fränkle

EIN AUFENTHALTSORT mit Grünflächen, Wasserspiel und Sitzgelegenheiten soll der Bernhardusplatz ab 2021/22 werden. Feststehen wird die endgültige Planung allerdings erst in zwei Jahren. Foto: Fränkle

EIN DIREKTER ZUGANG zur Kirche St. Bernhard soll in einigen Jahren vom Bernhardusplatz möglich sein - ohne Überquerung der Bertholdstraße. Bildrechte: Mettler Landschaftsarchitektur

EIN DIREKTER ZUGANG zur Kirche St. Bernhard soll in einigen Jahren vom Bernhardusplatz möglich sein - ohne Überquerung der Bertholdstraße. Bildrechte: Mettler Landschaftsarchitektur

VERSCHWINDEN würde mit der aktuellen Planung die Bertholdstraße, sodass der Bernhardusplatz lediglich für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung stünde. Bildrechte: Mettler Landschaftsarchitektur

VERSCHWINDEN würde mit der aktuellen Planung die Bertholdstraße, sodass der Bernhardusplatz lediglich für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung stünde. Bildrechte: Mettler Landschaftsarchitektur

 

„Platz der Bewegung“ bildet künftig das Tor zur Oststadt / Bernhardusplatz wird erweitert und umgestaltet / Baubeginn 2021/22 geplant

Der historische Eingang zur Karlsruher Oststadt, das Durlacher Tor, präsentierte sich in den vergangenen Jahren vor allem in wechselnden Baustellengewändern. Nun, nach Abschluss der unterirdischen Kombilösungsarbeiten, darf sich der Verkehrsknotenpunkt auf ein neues Gesicht freuen: Mit der Neugestaltung des Bernhardusplatzes wird sich hier voraussichtlich ab 2021 Einiges ändern.

„Wir schaffen einen Ort der Mobilität, grün und mit einer hohen Aufenthaltsqualität“, erläuterte Gartenbauamtsleiterin Cornelia Lutz bei einer öffentlichen Bürgerbeteiligung in der Oststadt. Gemeinsam mit dem Planungsbüro Mettler, das 2010 als Wettbewerbssieger für die Neugestaltung der Kaiserstraße zwischen Mühlburger und Durlacher Tor hervorgegangen war, stellte sie die aktuellen Entwürfe für Umbau und Erweiterung des Bernhardusplatzes vor.

Auch wenn die endgültige Planung erst 2020 festgezurrt wird, bot die Präsentation von Kai Beschorner (Mettler Landschaftsarchitektur) bereits konkrete Ausblicke: Wichtigstes Merkmal der Neugestaltung könnte demnach der Damm-Durchbruch zwischen Ludwig-Wilhelm- und Bertholdstraße für Fußgänger und Fahrradfahrer sein. Erstere würde dann in den erweiterten Bernhardusplatz münden, der sich künftig durchgängig bis zum alten und neuen Haltestellenbereich des Durlacher Tors erstreckt. Die in den Platz integrierte Bertholdstraße würde verschwinden und als Durchfahrtsweg für den motorisierten Verkehr wegfallen.

Ein Abbiegen von der Durlacher Allee nach rechts in die Karl-Wilhelm- beziehungsweise Haid-und-Neu-Straße wäre nur noch über die Umrundung des Platzes möglich. Stattdessen stünde auf der neuen Fläche die Bewegung im Vordergrund: Aus- und Umstieg von Bus zu Bahn oder von Fahrrad auf Bahn soll komfortabel möglich sein. Zweirad-Parkplätze, Aufenthaltsmöglichkeiten und Sitzgelegenheit schweben den Planern vor. Neben Rasenflächen, Bäumen und Wasserspielen stehen Überlegungen für einen Kiosk oder einen von der Bürgerschaft stark favorisierten Wochenmarkt im Raum. So zog die Veranstaltung auch viel mehr Interessierte an als es verfügbare Sitzplätze gab. Im Saal der katholischen Pfarrgemeinde St. Bernhard berichtete etwa der Vorsitzende des Bürgervereins Oststadt, Jürgen Scherle, über das Ergebnis einer Bürgerbefragung des Vereins.

Viele Menschen hatten sich dabei für ein Café sowie einen Stadtteilmarkt auf dem Platz ausgesprochen, was sich auch in weiteren Äußerungen aus dem Publikum widerspiegelte. Hierfür, so eine Information aus dem Marktamt, mangele es jedoch zurzeit noch an einer ausreichenden Zahl an Beschickern. Mehrere Anwesende wünschten sich außerdem eine stärkere Begrünung mit Bienen- und Schmetterlingsweide oder wiesen auf Barrierefreiheit und Seniorengerechtigkeit hin. Eine weitere Bürgerveranstaltung mit überarbeiteten Entwürfen kündigte Cornelia Lutz für Anfang 2020 an. Das Budget für den Umbau müsse der Gemeinderat zum Doppelhaushalt 2021/22 genehmigen. -bea-

 
 

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