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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Dezember 2018

Ehrenamt: Generationen finden zusammen

GERNE MIT KINDERN ZUSAMMEN: „Mehr ist nicht notwendig, wenn man sie unterstützen will“, sagt Claudia Kneis. Foto: Strobel-Heck/AfSta

GERNE MIT KINDERN ZUSAMMEN: „Mehr ist nicht notwendig, wenn man sie unterstützen will“, sagt Claudia Kneis. Foto: Strobel-Heck/AfSta

 

Bürgermentorin Claudia Kneis unterstützt Grundschulkinder bei den Hausaufgaben

Zuerst konnte sich Claudia Kneis nicht vorstellen, ehrenamtlich Kinder und Jugendliche in der Schule zu unterstützen. Der Verein Initiative für Lern- und Begabungsförderung – ILB hatte sie gefragt. Doch sie dachte: „Ich kann es mir ja mal ansehen.“ Dann war sie begeistert. In einem Team mit acht Ehrenamtlichen begleitet Kneis seither dreimal in der Woche Grundschulkinder an Pestalozzi- und Schillerschule bei den Hausaufgaben.

Um die Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern, arbeitet sie immer mit einer anderen ehrenamtlichen Kraft im Tandem. Die Kinder sollen erstmal selbst überlegen, wie sie die Hausaufgaben lösen können. Wenn sie Fragen haben und alleine nicht weiterkommen, bekommen sie individuelle Hilfestellung. Manchen fällt es schwer, Freunde zu finden. Ihnen widmet sich Kneis besonders aufmerksam, und sie hilft ihnen, den Anschluss an eine Gruppe zu finden. Herauszufinden, welche Fähigkeiten in den Kindern schlummern und diese zu fördern, ist ihr größtes Anliegen.

In ihrer Ausbildung zur Bürgermentorin lernte Kneis, Projekte zu initiieren. So rief sie mit der Vorsitzenden des ILB, Bojana Sarenkapa, an der Pestalozzischule ein Zeitungsprojekt ins Leben, um Kinder für Lesen und Schreiben zu begeistern. Ein Mädchen und drei Jungen im Alter von neun und zehn Jahren beteiligten sich an der herausfordernden Aufgabe, im „PESTA-STERN“, so der Name, über Durlach zu berichten. Die Kinder zogen mit Fotoapparaten durch den Stadtteil, erstellten ein Bilderquiz. In einer Multiple-Choice-Aufgabe wurde Wissenswertes über Durlach abgefragt. Besucher des Weihnachtsmarkts wurden interviewt, was ihnen an Durlach gefällt. Dann war die Zeitung fertig, wurde mit einer Spende aus dem Pfennigbasar des Internationalen Frauenclubs gedruckt und in den Klassen verteilt.

Claudia Kneis ist gerne mit Kindern zusammen. Sie findet den Austausch mit ihnen spannend und bereichernd. „Man bleibt geistig beweglich“, sagt sie. Die Schülerinnen und Schüler erzählen manchmal, wie sie aus anderen Ländern nach Karlsruhe gekommen sind, wie es bei ihnen zu Hause ist oder sie zeigen, was Smartphones alles können. Umgekehrt gibt die Bürgermentorin ihre Erfahrungen und Erlebnisse weiter. Die Älteren haben erlebt, wie sich die globale Welt entwickelt hat. Für die Kinder ist sie alltäglich, sie wachsen in ihr auf. „So finden die Generationen zusammen“, betont sie. -RSH-/AfStA

Infos zu ILB und Mentoren

Der gemeinnützige Verein Initiative für Lern- und Begabungsförderung – ILB fördert das Lernen und darüber hinaus die Begabungen sowie die intellektuellen und sozialen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen. Er ist eine Informationsstelle für Eltern, Pädagoginnen, Pädagogen und andere Interessierte. Weitere Informationen und die Kontaktdaten sind auf der Internetseite www.ilbev.de veröffentlicht.

Über die Ausbildung zur Bürgermentorin beziehungsweise zum Bürgermentoren informiert das Büro für Mitwirkung und Engagement des Amts für Stadtentwicklung in der Zähringer Straße 61 telefonisch unter der Rufnummer 0721/133-1275 sowie im Internet auf www.karlsruhe.de/bme. -red-

 

 
 

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