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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Dezember 2018

Mobilitätsgipfel: Sichtbar ins Quartier

AGFK: Verkehrspolitischer Dialog zum Fahrradparken

Die Rückeroberung der Städte durch den Radverkehr ist auch Stadtentwicklung. Grund genug für die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW), sich in Karlsruhe beim Treffen der Mitgliedsstädte mit Fahrradparken unter städtebaulicher Fragestellung zu beschäftigen.

Wo, wie in Karlsruhe, auf „Radverkehr als System“ gesetzt wird, und das Räumliche Leitbild bei urbaner Erreichbarkeit den Fünf-Minuten-(Rad-)Radius defi-niert, könne Radparken städtebaulich kein Randthema sein, machte Prof. Markus Neppl (Architekturfakultät des Karlsruher Instituts für Technologie) im „Verkehrspolitischen Dialog“ deutlich. Lernen könne man vom Mobilitätskonzept Kopenhagen. „Fahrradparken wurde sehr sichtbar in die Quartiere gebracht“, erläuterte der Fachmann für Stadtquartiersplanung.

In Karlsruhe soll in der August-Dosenbach-Straße auf dem Gelände des FV Daxlanden ein nachhaltiges Wohnquartier entstehen. Mit eigenem Mobilitätskonzept und hier mit rund 1.000 Abstellmöglichkeiten für Räder. Offensiv in den öffentlichen Raum gehen, lautet auch hier das Motto. Das beabsichtigte Signal: Der Radverkehr ist bevorzugter Verkehrsträger!

Einig war sich Neppl im Dialog mit Christoph Erdmenger vom Landesverkehrsministerium, Ex-Bürgermeister Michael Obert, der als AGFK-Spitze verabschiedet wurde, sowie der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Beatrice Soltys, dass die Schwarz-Weiß-Diskussion „Auto gegen Fahrrad“ nicht der richtige Ansatz ist. Vielmehr müssten die gesamte Mobilitätskette und deren Auswirkung auf den öffentlichen Raum betrachtet werden. Stichwort Intermodalität: Einzigartig sei das Leuchtturmprojekt RegioMove mit dem Anspruch, konsequent Verkehrsarten und Nutzung zu bündeln. -rie-

 
 

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