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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Dezember 2018

Stadtwerke: Fernwärme am Durlacher Etappenziel

START FÜR DIE FERNWÄRME in Durlach: Raumfabrik-Geschäftsführer Klaus Ochs, Orts-vorsteherin Alexandra Ries, Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und Stadtwerke-Geschäftsführer Karl Roth (von links). Foto: Fränkle

START FÜR DIE FERNWÄRME in Durlach: Raumfabrik-Geschäftsführer Klaus Ochs, Orts-vorsteherin Alexandra Ries, Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und Stadtwerke-Geschäftsführer Karl Roth (von links). Foto: Fränkle

 

Großkunden machen Energieversorgungs-Projekt für viele Haushalte realisierbar / Vier Kilometer lange Leitung bis zur Raumfabrik fertig / Ausbau geht weiter

Vom Erreichen eines Meilensteins beim Ausbau des Karlsruher Fernwärmenetzes sprach am Donnerstag voriger Woche Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz in der Raumfabrik. Dort konnte die Fertigstellung der neuen Leitung nach Durlach gefeiert werden.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass unsere Fernwärme die Wunschenergie für den dm-Neubau und viele neue und bestehende Gebäude auf dem Gelände der Raumfabrik war“, wies der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke, Dr. Karl Roth, darauf hin, dass es schon seit Langem Pläne für einen Anschluss Durlachs gegeben habe. Realisierbar wurde das acht Millionen Euro teure Projekt aber erst mit dem Interesse der Großkunden, zu denen ab 2020 auch IKEA zählen wird.

Immerhin mussten beim zwei Jahre dauernden Bau der vier Kilometer langen Trasse, die bei der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Durlacher Allee beginnt, zwei Bahnstrecken über- und unterquert werden. Der Einbau der rund 17 Tonnen schweren Rohrbrücke über die Hauptlinie der Deutschen Bahn von Frankfurt nach Karlsruhe fand nachts statt, um den Bahnverkehr so wenig wie möglich zu stören, eine Führung unter den Gleisen wurde von der Bahn abgelehnt. Ebenso aufwendig war die Unterquerung der A5.

„Der Fernwärme-Ausbau ist das größte Klimaschutz-Projekt in Karlsruhe. Die CO2-arme Beheizung von tausenden von Wohnungen hilft uns, die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Stadt zu erfüllen“, wünscht sich die Erste Bürgermeisterin „noch mehr Kunden“. Das Ziel der Stadtwerke, bis 2020 rund 40.000 Karlsruher Wohnungen mit Fernwärme zu versorgen sei bereits jetzt durch die vorliegenden Aufträge erfüllt.

„Weil die Nachfrage der Mieter nach klimafreundlicher Energie sehr groß war haben wir uns entschlossen, auch die alten Gebäude an die Fernwärme anzuschließen“, erklärte Klaus Ochs, der Geschäftsführer der Raumfabrik, die nach Fertigstellung der Neubauten im Sommer Platz für rund 3. 000 Beschäftigte bieten wird. „Die Fernwärme gibt Karlsruhe und Durlach einen wichtigen Impuls“, zeigte sich auch Ortsvorsteherin Alexandra Ries erfreut, dass die Stadtwerke bereits dabei sind, die Leitung bis ins ehemalige Areal der Badischen Maschinenfabrik fortzuführen. So soll das Netz in Durlach sukzessive weiter ausgebaut werden. -fis-

 
 

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