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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Dezember 2018

LEA: Land schließt Erstaufnahme

Neuer Nutzungszweck / Ehrenamts-Wirken gewürdigt

Das Land Baden-Württemberg gibt Ende März 2019 die vor vier Jahren eingerichtete und in der Zeit des Flüchtlingszustroms dringend benötigte Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Kriegsstraße 200 auf.

In Spitzenzeiten waren hier bis zu 620 Personen untergebracht. Ausschlaggebend für die Entscheidung, die mit einer Kapazität von 134 Plätzen relativ kleine Erstaufnahmeeinrichtung des Regierungspräsidiums zu schließen, waren vorwiegend wirtschaftliche Gründe. Die Einrichtung befindet sich bereits seit Oktober 2016 im Stand-by-Modus und diente zum Schluss als Lager. Regierungspräsidentin Nicolette Kressl würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen, die „mit ihren vielfältigen Angeboten“ dazu beitrugen, „den Flüchtlingen das Ankommen zu erleichtern“ und ein „friedliches nachbarschaftliches Miteinander“ zu schaffen.

Sie erinnerte aber auch daran, dass während des aktiven Betriebs der Einrichtung Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner nicht ausblieben: „Es gab den einen oder anderen Konflikt, den wir in den meisten Fällen lösen konnten.“ Dennoch zeigte sie sich erleichtert, dass „wir die Kriegsstraße 200 nun für einen anderen Nutzungszweck freigeben können“, erklärte die Regierungspräsidentin. -red-

 
 

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