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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Dezember 2018

Ausschuss: Supermarkt in Wettersbach

Wirtschaftsförderungsausschuss gibt Verhandlungsauftrag

Die jahrelangen Bemühungen um die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in Grünwettersbach könnten schon bald von Erfolg gekrönt werden. Wie Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz in der letzten Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses informierte, haben bei der öffentlichen Ausschreibung für das rund 8.300 Quadratmeter große Grundstück in der Wiesenstraße vier Interessenten Kaufangebote abgegeben. Am südlichen Ortsrand von Grünwettersbach soll auf dem Platz der heutigen Wertstoffstation ein eingeschossiger Lebensmittelvollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von 1.600 Quadratmetern errichtet werden. Einstimmig empfahl der Wirtschaftsförderungsausschuss zur Verbesserung der Nahversorgungssituation der örtlichen Bevölkerung in den Höhenstadtteilen in die Verhandlungen mit dem Erstplatzierten der Ausschreibung einzutreten.

Ebenso einstimmig stellte der Ausschuss die Weichen für ein weiteres Wachsen einer Firma im Technologiepark: Für das Unternehmen, das derzeit 400 Mitarbeiter beschäftigt, werden rund 14.000 Quadratmeter Erweiterungsfläche reserviert, damit dort ein Unternehmens-Campus gebaut werden kann. In den nächsten fünf bis zehn Jahren sollen 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen, davon 500 Positionen für Start-ups und Partnerunternehmen. Wie sich solche neuen Arbeitsplätze auf die Stadtfinanzen auswirken, erfuhren die Ausschussmitglieder bei der Vorstellung eines Gutachtens der Prognos AG, das die fiskalischen und regionalwirtschaftlichen Effekte untersucht hat. Bei einer durchschnittlichen Steuerkraft in Karlsruhe von 1.612 Euro je Einwohner, die um 37 Prozent über dem deutschen Durchschnittswert liegt, ergab sich demnach im Jahr 2016 ein Mindesteffekt eines Arbeitsplatzes von rund 1.930 Euro. Wohnte der Beschäftigte in Karlsruhe, waren es sogar 3.300 Euro je Arbeitsplatz. Bei der Prognos-Untersuchung wurde dabei auch herausgearbeitet, wie sich die Unterstützung der Unternehmen durch die Wirtschaftsförderung im Rahmen von Grundstückskäufen beziffern lässt. Danach wurden im Jahr 2017 durch das zur Verfügung stellen von Grundstücken fiskalische Effekte zwischen 7.6 und 9 Millionen Euro angestoßen. -fis-

 
 

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