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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Dezember 2018

Region: PAMINA eine Erfolgsgeschichte

FESTAKT IM ELSÄSSISCHEN WISSEMOURG: (v. l.) Rémi Bertrand (Präsidident EVTZ PAMINA), OB Frank Mentrup und Patrice Harster (Geschäftsführer EVTZ PAMINA). Foto: Knopf

FESTAKT IM ELSÄSSISCHEN WISSEMOURG: (v. l.) Rémi Bertrand (Präsidident EVTZ PAMINA), OB Frank Mentrup und Patrice Harster (Geschäftsführer EVTZ PAMINA). Foto: Knopf

 

30 Jahre grenzüberschreitende Kooperation in Wissembourg gefeiert / Gemeinsam Brücken bauen /

Viel Lob für die Stadt Karlsruhe als Impulsgeber / 320 deutsch-französische Projekte sind entstanden

Mit einem Festakt feierte der Eurodistrikt PAMINA in Wissembourg kürzlich seinen 30. Geburtstag. Viele politische Vertreter aus der Südpfalz, dem Nordelsass und dem Mittleren Oberrhein erinnerten sich an die Anfänge der grenzüberschreitenden Kooperation und wagten einen Blick in die Zukunft. Der Festakt stand unter dem Eindruck des Terroranschlags einen Tag zuvor auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt. In einer Gedenkminute wurde der Opfer gedacht.

"Straßburg ist eine europäische Stadt. Dieser Angriff trifft uns alle. Wir stellen ihm unsere Werte entgegen", sagte Rémi Bertrand, Präsident des EVTZ Eurodistrikts PAMINA. Christian Gliech, Bürgermeister von Wissembourg, rief dazu auf, die Schranken auf kommunaler Ebene weiter abzubauen. Er erinnerte an die ersten gemeinsamen Aktivitäten im pfälzisch-elsässischen Grenzgebiet in den 1950er Jahren. Als Geburtsstunde des Eurodistrikts bezeichnete er die "Willenserklärung von Wissembourg" 1988. Patrice Harster, Geschäftsführer des EVTZ PAMINA nannte Zahlen und Daten: 320 grenzüberschreitende Projekte seien entstanden, hinzu kämen 40 INTERREG-Kleinprojekte. Meilensteine seien die Gründung der Touristikgemeinschaft Vis-à-Vis, die PAMINA-Volkshochschule, die Beratungsstelle Info-Best, das Jugendnetzwerk oder der PAMINA-Rheinpark mit seinen Museen und 260 Kilometer Radweg. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann nannte die Etablierung des Eurodistrikts eine "Pionierleistung". Er freute sich darüber, dass wichtige Akteure der Kooperation wie Karlsruhes OB Dr. Frank Mentrup dem Festakt beiwohnten.

Infrastrukturell ein wichtiges Signal sei weiterhin die geplante Ertüchtigung der Schienenstrecke Karlsruhe/Rastatt/ Haguenau. "Lassen sie uns gemeinsam Brücken bauen", schloss er. Ein "Grand Bravo für die PAMINA-Erfolgsgeschichte" gab es von Claudine Ganter, Regionalrätin Grand Est. Enthusiasmus für ein geeintes Europa versprühte auch Frédéric Bierry, Präsident des Départements Bas-Rhin. Er erinnerte an die "deutsch-französische Verantwortung für Europa", die sich aus der Geschichte speise. Er selbst sei in Schirmeck unweit der heutigen Gedenkstätte KZ Struthof aufgewachsen. "Wir wissen, dass Nationalismus Terror und Fanatismus hervorruft", sagte er angesichts aktueller Tendenzen. Viel Lob hatte er für die Fächerstadt parat. "Karlsruhe ist mit seiner Dynamik ein wichtiger Impulsgeber für den Eurodistrikt". Gedankt wurde zudem den PAMINA-Gründervätern um Daniel Hoeffel. Für grandiosen Rocksound sorgte die junge deutsch-französische PAMINA-Band. "Das Elsass macht ein Viertel der Region rund um Karlsruhe aus. Es wäre fährlässig, diese Chance ungenutzt zu lassen", sagte Mentrup zum europapolitischen Engagement Karlsruhes. -voko-

 

 
 

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