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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Dezember 2018

Spende: Etwas zurückgeben

AUFGESTOCKT: Michael Obert schaut sich die mit seiner Spende ermöglichte Volieren-Erweiterung zusammen mit der Zooleitung und dem Vorstand der Zoofreunde Karlsruhe an. Foto: Fränkle

AUFGESTOCKT: Michael Obert schaut sich die mit seiner Spende ermöglichte Volieren-Erweiterung zusammen mit der Zooleitung und dem Vorstand der Zoofreunde Karlsruhe an. Foto: Fränkle

 

Obert spendete 10.000 Euro/Erweiterung Voliere im Zoo

Neun Sonnensittiche, Blaustirnamazone, Gebirgsara und Tucumanamazonen haben für ihr Zoo-Zuhause ein Upgrade bekommen - beschenkt wurden damit auch alle Besucher des Zoologischen Stadtgartens. Denn: Michael Obert hat der Stadt Karlsruhe 10.000 Euro zur Verfügung gestellt, für "etwas, was die Stadt sonst so nicht hätte tun können".

Sein Antrieb: Er wollte "seiner früheren Wirkungsstätte etwas zurückgeben", so der ehemalige Karlsruher Bürgermeister. Mit die schönste Aufgabe sei gewesen, für den Zoo zuständig gewesen zu sein. Und weil auch der Privatmensch Michael Obert zu diesem einen sehr starken Bezug hat, fiel die Wahl für "mein persönliches Abschiedsgeschenk" auf den Zoo. Auf eine Anlage, in die er schon als Oststadt-Bub gegangen ist, für die er sich nun im Ruhestand als Stiftungsrat der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe und als Mitglied der Zoofreunde Karlsruhe engagiert. Über den Förderverein erhielt denn auch das Team um Zoodirektor Dr. Mathias Reinschmidt die Spende. Der Papageien-WG wurde damit ihre Voliere neben der Schimpansen-Anlage aufgemöbelt: Das Warmhaus rückte in den Hintergrund, anstelle des alten Gitters wurde das Gebäude um einen Vorbau erweitert. Es entstand eine begrünte Felslandschaft, die tragende Säule wurde zum Kunstbaum. Die Voliere wurde über das Gebäude hinweg gezogen - und genau ganz oben auf den Holzstangen saßen die Sonnensittiche beim Besuch von Michael Obert letzte Woche.

Es könnte ja sein, dass die Wolken aufreißen und die Sonne den Ausguck bestrahlt. Bis dahin hieß es, aufplustern und so die körpereigene Wärmedecke aktivieren. Oder doch ins Warmhaus fliegen. Obert wollte seine Spende durchaus als Motivation für Nachahmer verstanden wissen. Beeindruckt habe ihn der Zoo Zürich, wo alle Investitionen aus Spenden und Hinterlassenschaften realisiert werden. "Jede Zuwendung kann Zusätzliches ermöglichen", betonte Obert. Der Zoo kann direkt mit Spenden über die Zoofreunde Karlsruhe bedacht werden, Zoo-Projekte im Artenschutz weltweit laufen über die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe. Als Dezernent ist Michael Obert dem Zoo "leider verloren gegangen, als "jemand, der diesen voranbringen möchte, bleibt er uns erhalten, " freute sich Reinschmidt. -rie-

 
 

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