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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Dezember 2018

Verabschiedung: 18 Jahren Einsatz für die Stadt

MIT WÜNSCHEN auf grünen Fliegern wurde Klaus Stapf von Kolleginnen und Kollegen und anderen Mitstreitenden bombardiert. Foto: Fränkle

MIT WÜNSCHEN auf grünen Fliegern wurde Klaus Stapf von Kolleginnen und Kollegen und anderen Mitstreitenden bombardiert. Foto: Fränkle

 

Immer Herzblut eingebracht

Der erste grüne Bürgermeister Klaus Stapf brachte viele Steine ins Rollen

Er "wollte Veränderungen anstoßen, Dinge qualitätsvoll zum Besseren entwickeln": Klaus Stapf, der sich gesundheitsbedingt nun als erster Bürgermeister der Grünen vorzeitig in den Ruhestand verabschiedete. Und dabei mit Hilfe von Clown Schorsch ("übt nun auch ihr Druck aus, an richtiger Stelle, zur richtigen Zeit") seine Gäste im Bürgersaal herausforderte. Dank und Anerkennung kamen von OB Dr. Frank Mentrup. Der begeisterte Bergsteiger habe seit 2000 politische Gipfel erstiegen, erst als Stadtrat, ab 2006 als Fraktionsvorsitzender und 2008 als Umweltdezernent mit Fokus auf Klimaschutz, dem er stärkeres Gewicht verschaffte. Zuständig auch für Klinikum, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Abfall, Friedhöfe, zunächst Marktwesen, dann Forst habe er beim IQ-Korridorthema Grüne Stadt viel "Herzblut eingebracht".

Was sich bei Schorsch, eine Glühbirne in seiner stets wandelbaren grünen Gießkannenflotte anknipsend, so anhörte: "Nur wenn wir von innen leuchten, können wir nach außen strahlen". Er wolle Verbundenheit in den Vordergrund stellen", erwiderte Stapf, denn "ich hatte das Glück, 18 Jahre sinnhafte Aufgaben zu haben, mit denen ich konstruktiv umgehen wollte". An der Feuerwehr, die in der Mitte der Gesellschaft für alle stehe, schätze er Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft. Gerne habe er für das Klinikum, in dem Menschen in schwierigen Situationen geholfen werde, Zukunftsperspektiven entwickelt. Auch für das "unheimlich wichtige" Amt für Abfallwirtschaft gebe es nun gute Entwicklungschancen. Innovative Friedhöfe böten auch Lebenden wie der Natur ungestörte Räume. Im Forst habe er Gleichgesinnte gefunden und die Umweltverbände stärker einbezogen. Das Gartenbauamt spiele im Klimawandel eine Schlüsselrolle und das Umweltamt als Scharnier erwarteten nach unzähligen noch viele weitere Projekte. Sein nun zehnjähriges Baby, die KEK, "hat uns ihm Energiebereich vorwärts gebracht und im Naturschutzzentrum ist ein Netzwerk der Umweltbildung entstanden". Zum Schluss bat er um gesellschaftlichen Zusammenhalt, um Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus im toleranten Karlsruhe keine Chance zu geben. -cal-

 
 

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