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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Februar 2018

Kultur: Insel-Hoffnungen

GIBT ES AN DEN UFERN  griechischer Inseln neue Hoffnung für  von Krieg und Elend gebeutelte Menschen? Foto: Christina Dimitriadis

GIBT ES AN DEN UFERN griechischer Inseln neue Hoffnung für von Krieg und Elend gebeutelte Menschen? Foto: Christina Dimitriadis

 

Bis Ende des Jahres neue Studioausstellung im BLM

Von der See umspülte Felsformationen ragen in schön anmutenden Fotos auf: in der neuen Studioausstellung „Island Hoping“ des badischen Landesmuseums (BLM) in der Abteilung „WeltKultur“. Die international renommierte griechisch-deutsche Fotografin Christina Dimitriadis spielt hier in ihren vieldeutigen Arbeiten mit dem Begriff „Inselhopping“.

Er erschließt das Mittelmeer auf Urlaubsreisen als Traumland, auf der Suche nach dem Idealen, Gemeinsamen und Schönen. Doch im Kulturraum des „mare nostrum“ widerspricht dem schon immer die historische und politische Realität. An wolkenverhangenen Tagen wecken die Felsküsten ägäischer Inseln durch ihre karge Schroffheit zwiespältige Gefühle zwischen Zuversicht und Unwägbarkeit. So wie es vielleicht die Flüchtlinge empfinden, die auf leichten Booten ihr Leben auf das Spiel setzten – in der Hoffnung, an europäischen Küsten eine neue, menschenwürdige Heimat, ein Leben in Frieden zu finden. Doch hält das ersehnte Festland, was es verspricht? Sind die von Krieg und Elend Gezeichneten auf den europäischen Inseln auch willkommen? Über solche Gedanken und ihre Arbeit spricht Christina Dimitriadis am 4. August bei der Kamuna.

Seit 2013 nehmen im BLM Künstler unterschiedlicher Herkunft in der „WeltKultur“ (GlobalCulture) Stellung zu aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Fragen. Heimat, Flucht und Migration sind wiederkehrende Themen. Die ständige Schau belegt den jahrhundertelangen, transkulturellen Austausch von Ideen und Waren.-cal-/-red-

 
 

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