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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Februar 2018

Baustellen: Halt Tullastraße bis Juni umgebaut

GLEISBAU ANGESAGT: Auf der Durlacher Allee laufen die Arbeiten zwischen Tullastraße und der Einmündung in die Unterführung in Höhe Messplatz auf Hochtouren. Ab Montag fahren  wieder Bahnen. Foto: Fränkle

GLEISBAU ANGESAGT: Auf der Durlacher Allee laufen die Arbeiten zwischen Tullastraße und der Einmündung in die Unterführung in Höhe Messplatz auf Hochtouren. Ab Montag fahren wieder Bahnen. Foto: Fränkle

ATTRAKTIVER STADTEINGANG: So könnte das Areal des Betriebshofs an der Durlacher Allee einmal aussehen. Foto: Sacker Architekten

ATTRAKTIVER STADTEINGANG: So könnte das Areal des Betriebshofs an der Durlacher Allee einmal aussehen. Foto: Sacker Architekten

 

Verkehrsbetriebe erweitern Netz barrierefreier Haltestellen / Gleisarbeiten auf Durlacher Allee / Auch Verbindung zu Neugestaltung Betriebshof-Areal

Bis zur Nacht von Sonntag auf Montag (19. Februar) sind in der Durlacher Allee auf Höhe der Tullastraße die Gleisbauer am Werk. Die Arbeiten, die derzeit den Bahnverkehr gen Osten außer Kraft setzen, stehen in Zusammenhang mit dem barrierefreien Umbau der Haltestelle Tullastraße und der Umgestaltung des Betriebshofareals.

Von den 143 Haltestellen für Straßen- und Stadtbahnen in Karlsruhe sind derzeit schon 65 barrierefrei ausgebaut, für 29 weitere gibt es konkrete Planungen. Und nach deren Fertigstellung in den nächsten Jahren soll das von Verkehrsbetrieben (VBK) und Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) gewobene Netz weiter wachsen. „Bis 2028 sollen alle Haltestellen von VBK und AVG in der Region barrierefrei nach der UN-Behindertenrechtskonvention sein“, nennt VBK-Pressesprecher Nicolas Lutterbach als Zielvorgabe.

Der Halt an der Tullastraße ist die nächste innerstädtische Station, die barrierefrei in Betrieb geht. Im Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Danach können Fahrgäste am Platz der alten Haltestelle einen Kombi-Bahnsteig nutzen, der im einen Teil eine Höhe von 34 Zentimetern für den stufenlosen Einstieg in Niederflurbahnen aufweist, im anderen ein Niveau von 55 Zentimetern für den barrierefreien Zutritt in Stadtbahnwagen. Darüber hinaus installieren die VBK ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte.

Unterirdisch gesetzt

Zu den demnächst anstehenden barrierefreien Umbauten zählen laut Lutterbach die Haltestelle am Weinbrennerplatz, bei der es an Ostern losgehen soll, die am Hauptfriedhof in der Haid-und-Neu-Straße (Baubeginn vor den Sommerferien) und die Station Untermühlstraße. Der Umbau an der Haltestelle in Nachbarschaft der neuen Verwaltungszentrale von dm soll nach den Sommerferien beginnen und im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein, bevor die dm-Mitarbeiter im Sommer ihre Büro beziehen. Und der Bau der Haltestellen im neuen Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße erfolgt selbstverständlich in barrierefreier Ausrichtung. Dies war für die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (KASIG) von vorneherein gesetzt.

Zurück zum Schauplatz Durlacher Allee und Tullastraße: Dort erhält der ehemalige Betriebshof der kommunalen Verkehrsbetriebe ein neues Gesicht. Bis zum Jahr 2021 soll auf dem Areal ein Quartier mit Flächen für Büros und Dienstleistungen entstehen, das auch für einen markanten städtebaulichen Akzent am östlichen Stadteingang sorgen soll. Entstehen sollen dort nach einem Entwurf des Freiburger Büros Sacker Architekten und Westpol Landschaftsarchitekten aus Basel fünfgeschossige Häuser an der Ecke Tullastraße/Durlacher Allee und zwei achtgeschossige Bauten entlang der Durlacher Allee. Im Erdgeschoss des Komplexes gibt es Platz für Nahversorger, darüber für Büros Gewerbe und Dienstleistungen. Zwei Öffnungen im Ensemble sollen für Durchlässigkeit in Nord-Süd-Richtung sorgen, eine Freifläche am östlichen Grundstücksrand führt den Grünzug aus dem Otto-Dullenkopf-Park bis an die Bebauung heran.

Nächstes Jahr Spatenstich

Durch die Neugestaltung können AVG, VBK, Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und KASIG ihre Verwaltungsmitarbeiter an einem Ort zusammenführen. Eine Brücke verbindet die neuen Büroräume mit dem bestehenden Gebäude. Weiter entsteht im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes ein neues KVV-Kundenzentrum, das auch Raum bietet für vielfältige Themen zur Mobilität. Über ein Foyer gelangen Besucher zu Ausstellungsräumen mit wechselnden Präsentationen.

Um Platz für das Neubauprojekt und den Gleisanschluss zum neuen Betriebshof in der Gerwigstraße zu schaffen, wurden im Sommer 2017 bereits einige ältere Gebäude an der östlichen Grundstücksseite abgerissen. Im nächsten Schritt steht laut Lutterbach im Herbst der Abbruch der alten Wagenhalle entlang der Durlacher Allee auf dem Programm. Noch vor Jahresende könnte dann der Aushub der Baugrube beginnen. Der offizielle erste Spatenstich jedenfalls ist für das kommende Jahr vorgesehen. -trö-

 
 

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