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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Januar 2019

Indien: Lösungen für die Stadt von morgen

STRAFFES PROGRAMM FÜR MEHR ZUSAMMENARBEIT: Workshop der Karlsruher Delegation mit aussichtsreichen Start-ups in der Innovention Gallery in Nagpur. Foto: Wirtschaftsförderung

STRAFFES PROGRAMM FÜR MEHR ZUSAMMENARBEIT: Workshop der Karlsruher Delegation mit aussichtsreichen Start-ups in der Innovention Gallery in Nagpur. Foto: Wirtschaftsförderung

 

Delegation besuchte Projektpartner in Indien / Karlsruhe und Nagpur vereinbarten engeren Austausch / Intensivierung von Netzwerken und Projekten

Es ging um "Smarte Partnerschaften" und intelligente Lösungen für die Städte von morgen und damit um Themen, die aktueller sind denn je: Karlsruher Experten aus den Bereichen Stadtplanung, Verkehrslenkung, IT-Bürgerservice und Wirtschaftsförderung besuchten kürzlich Projektpartner in Pune, Nagpur und Mumbai, intensivierten Projekte und bestehende deutsch-indische Netzwerke.

Im Mittelpunkt der Delegationsreise stand die Frage, wie Städte nachhaltig entwickelt werden können. Dies diskutierten die Karlsruher Experten mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung im Rahmen von Meetings und informellen Treffen mit Verwaltungen oder beim Karlsruher Innovationsbüro in Pune. In allen drei Städten ging es um die Smarter City-Themenbereiche Mobilität und Digitalisierung, und dabei auch um zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen und Hochschulen der Fächerstadt.

Ob Zukunftskonzepte, Erfahrungen in der Stadtplanung, Ausbau intelligenter Mobilitätsangebote, Wirtschaftsförderung oder Ausbau von Bürgerdiensten - zu allen Themengebieten gab es die passenden Experten. Dabei ging es auch um die Implementierung des EU-geförderten "City2City Pairing"-Projekts. "Dieses Projekt zwischen Karlsruhe und Nagpur wird erfreulicherweise auch durch Politik und Verwaltung unterstützt", so Ralf Eichhorn von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe, der beim City Council in Nagpur die Stadt Karlsruhe mit ihren Kompetenzen vorstellte. Nagpur möchte sich strategisch mit Partnern positionieren und damit seine ehrgeizigen Ziele im Entwicklungsprogramm "100 Smart Cities" umsetzen.

Wichtiges Ziel sind smarte intermodale Infrastruktur- und Verkehrskonzepte. Hier will Nagpur als eine Maßnahme gezielt den Radverkehr verbessern und so auch die Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Innenstadt erreichen. Im Rahmen des "City-2City Pairing"-Projekts wird Karlsruhe als fahrradaffine Stadt Erfahrungen und konkrete Maßnahmen zur Einführung eines Bike-Sharing-Systems einbringen. Auch Geschäftsmodelle und Technologien aus Karlsruhe, wie beispielsweise Verkehrssimulation oder Telematik waren Themen.

Insgesamt vereinbarten die Partner einen engeren Austausch von Erfahrungen, die Ziele sind unter anderem der effiziente Einsatz von Mitteln sowie eine Verbesserung städtischer Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger. Die Vereinbarung mit Nagpur knüpft an bestehende Projekte an – im Rahmen der Zusammenarbeit der beiden Länder Maharashtra und Baden-Württemberg. Dabei übernimmt Karlsruhe bei den aktuellen Indien-Aktivitäten im Land erneut eine Vorreiterrolle. -red-

 
 

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