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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Januar 2019

Kombilösung: Stadtbahntunnel erhält jetzt Gleise

ES GEHT LOS: Gleise werden zurzeit im Ostteil des Bahntunnels unter der Kaiserstraße angeliefert. Bis Herbst sollen in der gesamten künftigen Unterfahrung  der Innenstadt die Schienen liegen. Foto: KASIG

ES GEHT LOS: Gleise werden zurzeit im Ostteil des Bahntunnels unter der Kaiserstraße angeliefert. Bis Herbst sollen in der gesamten künftigen Unterfahrung der Innenstadt die Schienen liegen. Foto: KASIG

 

In nächsten drei Monaten ist zuerst Teil von Durlacher Tor bis Marktplatz an der Reihe

Die Fertigstellung des unterirdischen Bahntunnels unter der Kaiserstraße als Teilprojekt der Kombilösung wird immer greifbarer. Jetzt erhält der Tunnel für die Stadt- und Straßenbahnen auch Gleise. Seit Kurzem laufen Arbeiten dazu im Abschnitt zwischen dem Gleisdreieck unter dem Marktplatz und der Rampe Durlacher Allee.

Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, bringen die beauftragten Firmen jetzt zunächst in den Tunnelabschnitten und in den Haltestellen auf einer unterirdischen Fahrweghälfte eine Unterschottermatte auf die Betonsohle auf. Die Unterschottermatte verhindert laut KASIG die Übertragung von Körperschallwellen der durchfahrenden Bahnen auf den Tunnel- und Haltestellenbeton und damit auch auf die angrenzende Bebauung.

Das Aufschütten der Schotterschicht auf die zuvor verlegte Matte erfolgt ebenfalls zunächst in Längsrichtung auf einer Hälfte des Fahrwegs – bis dann schließlich in einem dritten Arbeitsgang Schwellen und Gleise auf das Schotterbett gelegt werden. In gleicher Arbeitsfolge erfolgt danach auch auf der anderen, noch freien Fahrweghälfte der Gleisbau.

Für die Arbeiten im östlichen Ast des Tunnels sind drei Monate veranschlagt. Unmittelbar darauf folgt der westliche Ast zwischen Gleisdreieck unter dem Marktplatz und der Rampe Mühlburger Tor. In einem dritten Arbeitsgang ist dann der Südabzweig zwischen Gleisdreieck Marktplatz und der Rampe in der Ettlinger Straße auf Höhe der Augartenstraße an der Reihe.

Eine Ausnahme vom Schottergleisbett gibt es lediglich im Bereich des Gleisdreiecks: Hier werden die Schwellen einbetoniert. Dies verhindert eine auch noch so minimale seitliche Bewegung der Gleise im Kurvenbereich des Gleisdreiecks. Auch für den West- und den Südast des Bahntunnels sind je drei Monate Gleisbauzeit veranschlagt. Im Herbst sollen dann laut KASIG die unterirdischen Gleise verlegt sein.

Parallel dazu laufen die übrigen Arbeiten am Innenausbau dieses Teilprojekts der Kombilösung weiter. Handwerker sind zurzeit weiter damit beschäftigt, die Verkleidung der Haltestellen mit den hellen Betonwerksteinen in den Haltestellen Durlacher Tor und Kronenplatz anzubringen und in der Haltestelle Lammstraße die Unterkonstruktion zum Befestigen der Betonwerksteine zu platzieren. -red-/-trö-

 
 

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