Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Januar 2019

Stadion: Flutlicht für Wildpark

HOCH HINAUS und weiter voran ging es beim Stadionumbau. Das provisorische Flutlicht ist heller und näher am Spielfeld. Foto: Fränkle

HOCH HINAUS und weiter voran ging es beim Stadionumbau. Das provisorische Flutlicht ist heller und näher am Spielfeld. Foto: Fränkle

 

Provisorische Masten platziert / Umbau im Rahmen

Während sich der KSC fußballerisch in Spanien auf möglichst anhaltenden Erfolg vorbereitete, gab es den auch im Wildpark: Dort wurde bereits zweitligatüchtige Beleuchtung installiert. Zudem liegt das Stadion-Großprojekt generell im Zeit- und Kostenrahmen.

Nun im Innenraum platziert, je 38 Meter hoch statt wie bisher gut 50, mit deutlich mehr Strahlkraft (1.200 nach zuvor 850 Lux), bedeuten die vier provisorischen Flutlichtmasten (Kosten knapp 300.000 Euro) einen nächsten wichtigen Schritt für Um- und dann Neubau. Letzterer wird ohne Masten auskommen, das Licht Teil des Dachkonstrukts sein.

Bei einem Medientermin am Donnerstag voriger Woche lagen die vier feuerfest verzinkten schlanken Stahlgiganten parat. Um, je fast sechs Tonnen schwer, bald darauf mit Kranhilfe aufgestellt zu werden. Und beim ersten Heimspiel des Jahres am Samstag, 2. Februar, gegen Fortuna Köln schon im Einsatz zu sein. Ein unterirdisches Fundament sorgt für Stabilität. Die ausgedienten Masten an der Nordtribüne sollen noch im Januar, die anderen beiden auf Süd im März verschwinden. Wie im Fall der Provisorien ist Recycling geplant.

Die bislang umgegrabene Erde erwies sich indes als „sehr gut“ und zu hundert Prozent für die neuen Wälle direkt wiederverwendbar. Dass es also noch kein Schadstoffvorkommen gab, könnte sich bei einkalkulierter Entsorgung positiv auf die Kosten auswirken. Aber abgesehen davon, dass Kampfmittelsondierung und Erdarbeiten erst überall (der Südwall ist im März, die Gegentribüne im August dran) zu erledigen sind: Sollte der Aufwand geringer als erwartet ausfallen, hat der städtische Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark einen wertvollen Puffer.

Betriebsleiter Werner Merkel weiß um die Herausforderung des Gebots, das von Stadt, Verein und Bau-Totalunternehmer vereinbarte Gesamtbudget nicht zu überschreiten: „Alles was unsere Ressourcen schont, kommt uns zugute.“ Eine Kapazität von gut 15.000 Plätzen bleibt immer gewahrt. Sollte sich sportlich gar die Rückkehr in die Bundesliga anbahnen, und das noch vor der geplanten Stadionfertigstellung 2022, scheitert das nicht an der Lichtfrage: Das Flutlicht ist auf die im Oberhaus geforderten 1.600 Lux nachrüstbar. -mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe