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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Januar 2019

VBK: Kamera statt Außenspiegel

ALLES IM BLICK: Flottenmanagement erprobt Rückschaukamera bei einer Tram-Testfahrt. Foto: VBK

ALLES IM BLICK: Flottenmanagement erprobt Rückschaukamera bei einer Tram-Testfahrt. Foto: VBK

 

Raumersparnis bei Trams für mehr Sicherheit im Test

Rückschaukameras könnten in Trams der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) künftig die Außenspiegel ersetzen. Das testen die VBK zurzeit über mehrere Monate, um auch unterschiedliche Licht- und Witterungsverhältnisse auszuloten. Im Sinne des Verkehrsflusses und der Sicherheit.

Manch Hindernis - etwa auch in zweiter Reihe oder falsch parkende Fahrzeuge - erschwert die Durchfahrt, verhindert sie teils. Oft sind Fingerspitzengefühl und Augenmaß erforderlich, um die bis zu 83 Tonnen schweren Bahnen ohne teure Schrammen weiter zu manövrieren. „Unsere Fahrerinnen und Fahrer müssen sehr oft und präzise entscheiden, ob sie eine schmale Stelle noch passieren können“, erklärt Fahrbetriebsleiter Ralf Messerschmidt. Wenn es nicht weitergeht, stecken oft hunderte Fahrgäste fest.

Die unscheinbare Kamera schließt mit der Karosserie ab: „Das macht gut 20 Zentimeter pro Seite aus“, zeigt Messerschmidt auf. Dazu kommt ein Beobachtungsmonitor, auf den das Bildsignal übertragen wird. Datenschutz bleibt gewahrt: Die Bilder werden nicht aufgezeichnet, sondern nur dem Fahrer live angezeigt. Die Kosten für Anschaffung und Einbau liegen in etwa bei dem eines Spiegels.

Bei der Instandhaltung gibt es klares Einsparpotenzial, denn bei rund neun Millionen Bahnkilometer pro Jahr geht der eine oder andere Spiegel durch einen Unfall verloren. Im Zuge des Pilotprojekts haben die VBK für mehr Plus an Sicherheit außerdem eine zweite Kamera verbaut, um den toten Winkel des Fahrers weitgehend zu eliminieren. -red-

 
 

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