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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Januar 2019

Bevölkerungsbericht: Rumänen und Chinesen

Migration Schwerpunkt des Berichts zur Bevölkerung 2017

Karlsruhe ist eine attraktive Stadt. Seit Jahren sorgen Wanderungsgewinne gegenüber In- und Ausland für steigende Einwohnerzahlen. Zugleich unterliegt die Zusammensetzung der Bevölkerung durch Zu- und Fortzüge einem steten Wandel.

Die Bevölkerungszahl der Fächerstadt hat sich im Jahr 2017 – vor allem durch Wanderungsgewinne bei der ausländischen Bevölkerung – um 666 Personen gegenüber 2016 erhöht und lag zum Jahresende bei 305.220 Personen. Das Thema Migration steht daher im Fokus des neuen Berichts „Bevölkerung in Karlsruhe 2017“, den das Amt für Stadtentwicklung jetzt vorgelegt hat. Neben der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung analysiert die Untersuchung insbesondere, wie Zuwanderung aus dem Ausland die Struktur der Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren verändert hat.

Wichtigstes Ergebnis: Hatten die sogenannten Gastarbeiternationalitäten vor rund zehn Jahren noch das Nationalitätenbild geprägt, schwächte dies verstärkte Zuwanderung aus Ost- und Südosteuropa sowie dem asiatischen Raum ab. Aufgrund anhaltender Zuwanderung aus den zuletzt beigetretenen ost- und südosteuropäischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union lösten rumänische Staatsangehörige (5.784 Personen) 2017 die türkische Bevölkerung (5.619 Personen) nach 35 Jahren als größte Ausländergruppe in der Fächerstadt ab. Unter den jungen Erwachsenen von 18 bis unter 30 Jahren ohne deutschen Pass bildeten indes Chinesinnen und Chinesen die mit Abstand zahlenstärkste Nationalitätengruppe.

Dabei stellen die nichtdeutschen Bürgerinnen und Bürger eine hoch mobile Bevölkerungsgruppe dar; mehr als die Hälfte von ihnen wohnt noch keine fünf Jahre im Stadtgebiet. Und rund 60 Prozent derjenigen, die 2017 wegzogen, hatten sich weniger als drei Jahre in der Fächerstadt aufgehalten.

Flüchtlinge und Asylsuchende in der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) bleiben in den Ergebnissen dieses Berichts übrigens meist unberücksichtigt, da die LEA lediglich als zentrales Drehkreuz bei der Verteilung von Asylsuchenden auf die Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs dient, in Karlsruhe jedoch keine dauerhafte Unterbringung dieser Personen erfolgt.

Den Bericht „Bevölkerung in Karlsruhe 2017“ können Interessierte ab sofort im Internet unter der Adresse statistik.karlsruhe.de als pdf-Dokument herunterladen. -red-/-trö-

 
 

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