Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Februar 2019

Afrika: Weg geebnet für interkontinentale Kooperation

Im Beisein von OB Dr. Frank Mentrup (v. r.), Ugandas Finanzminister Matija Kasaija (hi. 2. v. r.) und Botschafter Dr. Albrecht Conze (daneben) vereinbarten Prof. Henry Alinaitwe (vorne li.) und Dr. Stefan Tröster (vorne M.) Kooperationen. © WiFö

Im Beisein von OB Dr. Frank Mentrup (v. r.), Ugandas Finanzminister Matija Kasaija (hi. 2. v. r.) und Botschafter Dr. Albrecht Conze (daneben) vereinbarten Prof. Henry Alinaitwe (vorne li.) und Dr. Stefan Tröster (vorne M.) Kooperationen. © WiFö

Dschibutis Oberbürgermeisterin Fatouma Awaleh Osman überreichte OB Dr. Frank Mentrup ein traditionelles Gastgeschenk.  © Wirtschaftsförderung Karlsruhe

Dschibutis Oberbürgermeisterin Fatouma Awaleh Osman überreichte OB Dr. Frank Mentrup ein traditionelles Gastgeschenk. © Wirtschaftsförderung Karlsruhe

Im "Uganda Martyrs Hospital Lubaga" in Kampala wurde die Delegation um OB Mentrup von Direktor Dr. Andrew Ssekitooleko (vorne Mitte) begrüßt.  © Wirtschaftsförderung Karlsruhe

Im "Uganda Martyrs Hospital Lubaga" in Kampala wurde die Delegation um OB Mentrup von Direktor Dr. Andrew Ssekitooleko (vorne Mitte) begrüßt. © Wirtschaftsförderung Karlsruhe

 

Afrikareise von OB Mentrup und EnergieForum festigt Beziehungen zu möglichen Partnern in Dschibuti und Uganda

Nach etwa einwöchiger Reise durch die ostafrikanischen Staaten Dschibuti und Uganda kehrte die Delegation um Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und das Karlsruher EnergieForum zufrieden nach Deutschland zurück. Ziel war es, Projekte zu gestalten und Unternehmen sowie Institutionen zusammenzubringen, die innovative, aber auch sozialgerechte und umweltverträgliche Lösungen anbieten.

Neben Wirtschaft und Forschung wurde auch dem kommunalen Austausch eine besondere Bedeutung beigemessen. Als einen der Höhepunkte in diesem Bereich bezeichnete Mentrup den Besuch bei seinem Amtskollegen Erias Lukwago, Bürgermeister der ugandischen Hauptstadt Kampala. Bei intensiven Diskussionen zu konkreten Möglichkeiten der Zusammenarbeit ging es vor allem um Wasser und Abwasser sowie Müllsysteme und Abfallwirtschaft. Außerdem wurden der Aufbau von Infrastruktur, Verkehrsentwicklung, Smart City Themen, die Startup-Szene sowie Aus- und Weiterbildung für Fachkräfte gesprochen.

In Zusammenarbeit mit dem EnergieForum sollen nun Projektbündel gestaltet werden, die viele neue Kooperationen erwarten lassen. Auch im Bereich Gesundheit wünscht sich Karlsruhes Stadtoberhaupt gestärkte Verbindungen. So besuchte die Delegation unter anderem das „Uganda Martyrs Hospital Lubaga“ und dessen Schwesternschule. Die Einrichtung ist eines der größten Krankenhäuser Ugandas und bereits nach Deutschland vernetzt.

Auch in Dschibuti nahm Mentrup die Gelegenheit wahr, sich mit seiner dortigen Amtskollegin zu treffen. Fatouma Awaleh Osman ist neben ihrer Aufgabe als Oberhaupt der Stadt Dschibuti auch die erste weibliche Generalsekretärin der „Organisation des Capitales et Villes Islamiques“, eines Gremiums islamischer Städte. Die Gespräche umfassten hier Themen wie Gleichberechtigung, Stadtentwicklung und Lebensqualität, Energie-, Wasser- und Abwassermanagement sowie Mobilität. Konkrete Herausforderungen in Dschibuti sind das rasante Bevölkerungswachstum und der Bau des neuen chinesischen Hafens. Helfen soll das Knowhow aus Karlsruhe.

Was die Bereiche Wissenschaft und Wirtschaft betrifft, orientierte sich die Karlsruher Delegation an einer Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Laut dieser soll der Aufbau von Technologie-Transfer-Strukturen an afrikanischen Universitäten und Forschungszentren unterstützt werden. Erste Station auf diesem Weg war wiederum Dschibuti, das sogenannte Drehkreuz des afrikanischen Handels. Hier konnte eine Absichtserklärung (MoU) mit der führenden Geothermie-Einrichtung des Landes unterzeichnet werden, wie in der letzten Ausgabe der StadtZeitung bereits berichtet.

Aber auch in Uganda wurden Beziehungen gestärkt und Kooperationen besprochen. Bereits im Juli vergangenen Jahres wurden bei der Global Sustainable Finance Conference in Karlsruhe diesbezüglich einige Absichtserklärungen unterschrieben. Im November startete dann ein Austauschprogramm des Karlsruher Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie mit ugandischen Universitäten. Nun kamen die Partner-Unis in Kampala zusammen und unterzeichneten ein „Letter of Intent“, mit dem sie ihre Absichten für die Gründung eines interkontinentalen Trainings- und Forschungscenters für den Bereich erneuerbarer Energien erklärten.

Neben Dr. Stefan Tröster vom Fraunhofer-ICT unterzeichnete auch Prof. Henry Alinaitwe vom College of Engineering, Design Art and Technology der Makerere Universität in Kampala. Mit dabei waren zudem OB Mentrup, Ugandas Finanzminister Matia Kasaija und der deutsche Botschafter Dr. Albrecht Conze. Die Makerere Universität beheimatet das East African Centre for Renewable Energy and Energy Efficiency. Am Fraunhofer ICT steht Deutschlands größtes Applikationszentrum zur Speicherung Erneuerbarer Energien. -gem-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe