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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Februar 2019

Rheinbrücke: Aus für Schleichwege

DIE ABSPERRUNGEN AM FRAUENHÄUSLEWEG gehören zu den Maßnahmen, die den Schleichverkehr abseits der Knielinger Hauptverkehrsadern stoppen sollen. Foto: Fränkle

DIE ABSPERRUNGEN AM FRAUENHÄUSLEWEG gehören zu den Maßnahmen, die den Schleichverkehr abseits der Knielinger Hauptverkehrsadern stoppen sollen. Foto: Fränkle

 

Knielingen leidet unter Rheinbrückenrückstaus / Sperren und Einbahnregelungen sollen Abhilfe schaffen

„Was wird da noch auf uns zukommen?“, war die große Frage, die rund 400 Zuhörerinnen und Zuhörer zur Veranstaltung des Bürgervereins Knielingen strömen ließ. Vertreter der Stadtverwaltung, der Verkehrsbetriebe und des Regierungspräsidium informierten dort zu den Verkehrsproblemen im Zusammenhang mit der gerade laufenden Rheinbrückensanierung.

Bereits am Saaleingang im Brauhaus 2.0 stauten sich die Menschen, und nicht alle fanden Platz. Gerade die anstehende Verringerung der Fahrspuren bei der Ertüchtigung der Rheinbrücke (siehe Kasten unter diesem Artikel) bereitet in Knielingen große Sorge. Hatten doch bereits im vergangenen Jahr die Arbeiten am sogenannten Wörther Trog auf der anderen Rheinseite auch abseits der Hauptverkehrsstraßen in Knielingen zu teils chaotischen Verhältnissen geführt. Aus dieser Stauerfahrung heraus haben Bürgerverein Knielingen, die Initiative „Free Knielingen“ und die Stadt gemeinsam nach Lösungen gesucht, wie Bürgervereinsvorsitzender Matthias Fischer betonte.

Herausgekommen ist eine Reihe von Maßnahmen, die für eine Entspannung der Lage sorgen soll. Kernstück dabei ist ein Maßnahmenkatalog, der von Absperrungen auf den Feldwegen bis zu unechten und echten Einbahnstraßen im Wohngebiet reicht, um das Abfahren von den Hauptrouten uninteressant zu machen.

„Wir hatten in den Gewannen erheblichen Schleichverkehr, obwohl schon jahrelang Verbotsschilder dort stehen“, berichtete der stellvertretende Leiter des Ordnungs- und Bürgeramts, Günter Cranz. So seien etwa im Dezember an einer Stelle bis zu 7000 Fahrzeuge gezählt worden, wobei die Höchstgeschwindigkeit bei 132 Stundenkilometern lag.

„Selbst die ersten in den letzten Tagen bereits aufgebauten Barrieren wurden von einigen Autofahrern über die Ackerflächen umfahren“, berichtete Sachgebietsleiter Thorsten Metz: „In solchen Fällen wird sofort nachgebessert, ansonsten werden wir nach einer Eingewöhnungsphase von etwa 14 Tagen die gemachten Erfahrungen auswerten und nachjustieren, wo es notwendig ist.“

Gleichzeitig hofft Metz auf weitere Hinweise auf Schwachstellen, Unterstützung durch die Polizei mit Kontrollen und Verständnis bei den Knielingern, denn die Maßnahmen in Knielingen bringen natürlich auch Einschränkungen in der Straßennutzung für die Bewohner des Stadtteils selbst mit sich.

Die aktuell besonders angespannte Verkehrssituation wurde auch bei der Baustellenkoordination durch das Tiefbauamt entlastend berücksichtigt, wie der stellvertretende Amtsleiter Dietmar Schaber informiert. Unter anderem werden die eigentlich für dieses Jahr vorgesehenen Kanalbauarbeiten in der Schulstraße verschoben.

Bei der Verlängerung der Tramlinie 2 werden die Gleisbauarbeiten zunächst auf die Egon-Eiermann-Allee beschränkt, und der Bau des Halts Herweghstraße/Elsässer Platz soll nun erst 2020 erfolgen. Gute Nachrichten hatte auch Dr. Philipp Heise von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe mitgebracht. Über den Einsatz eines zusätzlichen Kleinbusses sollen ab Montag, 4. Februar, die beiden Buslinen 74 und 75 betrieblich getrennt werden. Vor allem bei der Linie 75 war es zuletzt immer wieder zu größeren Verspätungen gekommen. -fis-

 
 

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