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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Februar 2019

Amtseinführung: „Grüne Stadt“ weiter voranbringen

PERSPEKTIVWECHSEL: Nach drei Jahren als Landtagsabgeordnete kehrte Bettina Lisbach jetzt in die Kommunalpolitik zurück. OB Dr. Frank Mentrup führte die Umweltdezernentin in ihr Amt ein. Foto: Fränkle

PERSPEKTIVWECHSEL: Nach drei Jahren als Landtagsabgeordnete kehrte Bettina Lisbach jetzt in die Kommunalpolitik zurück. OB Dr. Frank Mentrup führte die Umweltdezernentin in ihr Amt ein. Foto: Fränkle

 

Umweltdezernentin Bettina Lisbach in Amt eingeführt / Lebensqualität für alle

Die neue Umweltdezernentin Bettina Lisbach kennt sich in Karlsruhe und mit Karlsruher Themen aus. Das politische Leben ihrer Heimatstadt ist der 54-jährigen Geo-Ökologin nicht nur aus ihrer Zeit als Stadträtin und Fraktionsvorsitzende der Grünen vertraut.

„Herzlich willkommen zurück“, begrüßte sie Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zur Amtseinführung an ihrem ersten Arbeitstag im Rathaus. Erst vor drei Jahren hatte er Lisbach nach Stuttgart verabschiedet, wo sie als Landtagsabgeordnete und kommunalpolitische Sprecherin ihrer Partei Karlsruher Interessen vertrat. Abermals habe sie „Lust auf Veränderung“ verspürt und darüber hatten nach Mentrups Worten „alle eine kleine Freudenkugel im Bauch“.

Lisbach leitet als Nachfolgerin von Bürgermeister Klaus Stapf das Dezernat 5 mit den Bereichen Umwelt-, Klima- und Naturschutz, Stadtgrün, Forst, Gesundheit, Städtisches Klinikum, Abfallwirtschaft, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Bestattungswesen. Der Schutz von Natur, Klima und Umwelt sei ihr „ein Herzensanliegen“, führte Mentrup aus. Lisbach scheue sich nicht, „Probleme offen und kritisch anzusprechen“, verfüge aber auch über das „Fingerspitzengefühl“, auf das es bei Interessenskollision ankomme.

Lisbach streifte ihre vielfältigen Aufgaben nur kurz. So sei der Klimawandel brisanter denn je, mache sich in Ballungszentren verstärkt bemerkbar. Es gelte, das Klimaschutzkonzept fortzuschreiben und sich „ambitionierte, aber auch realisierbare Ziele“ zu setzen und mit allen Beteiligten gute Lösungen zu suchen. Wo bei der Abwägung zwischen dringend benötigtem Wohnraum und dem Bedürfnis nach Grünflächen baulich nachverdichtet werde, müssten im Sinne einer verträglichen Innenentwicklung auch Grünstrukturen aufgewertet und Flächen entsiegelt werden.

Die Umwandlung des Amts für Abfallwirtschaft zum Eigenbetrieb habe sie ebenso im Blick wie das Städtische Klinikum, das sich „in nicht ganz einfachem Fahrwasser“ bewege. Dessen schwierige wirtschaftliche Lage sei auch der bundesweiten Situation geschuldet, gleichwohl laufe dort auch „vieles gut“, war Lisbach wichtig zu betonen. Großen Wert lege sie „auf gutes Miteinander“ und „ein Klima gegenseitiger Wertschätzung“. -maf-

 
 

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