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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Februar 2019

Hauptbahnhof Süd: Frischer Wind vor den Bahngleisen

FÜR DIE ZUKUNFT: Stadtplanungsamtsleiterin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner und Juryvorsitzender Prof. Gerd Aufmkolk vor den Plänen des Siegerentwurfs zum Bahnhofsplatz Süd. Foto: Fränkle

FÜR DIE ZUKUNFT: Stadtplanungsamtsleiterin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner und Juryvorsitzender Prof. Gerd Aufmkolk vor den Plänen des Siegerentwurfs zum Bahnhofsplatz Süd. Foto: Fränkle

 

Jury entscheidet Planungswettbewerb für Bahnhofsplatz Süd / Südzugang soll künftig zum Verweilen einladen / Karlsruher Planer mit im Boot

Auf dem ehemaligen Bahnareal südlich des Karlsruher Hauptbahnhofs wächst bereits der Bürokomplex der Dommermuth-Gruppe in die Höhe. Damit nebenan auch der Bahnhofsplatz Süd und also der zweite Zugang zu den Karlsruher Bahngleisen in Zukunft attraktiv daherkommt, ist die Stadt einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Aus dem konkurrierenden Wettbewerb um die Neugestaltung hat eine Jury den Siegerentwurf gekürt.

Gemeinsam mit den Landschaftsplanern bauchplan aus München und den Verkehrsplanern dwd aus Fröhnd bildet das Karlsruher Stadtplanungsbüro berchtoldkrass space&options das Gewinnerteam. Ihr Entwurf überzeugte auch durch eine ungewöhnliche Idee: Direkt am Bahnhofsausgang könnte ein beweglicher Vorhang aus stabilen Kunststofftextilien angebracht sein. Insgesamt haben die Planer eine parkähnliche Anlage mit viel Grün geschaffen, die gut durchlüftet sein soll und ein angenehmes Klima schafft.

„Der Bahnhofsplatz Süd soll nicht nur verkehrstechnisch gut geplant sein, sondern auch zum Verweilen einladen und ein weiteres Tor zur Stadt bilden“, betonte der Juryvorsitzende Prof. Gerd Aufmkolk, Landschaftsarchitekt aus Nürnberg. „Den Anfang haben wir nun gemacht, mit planerischem Willen etwas Gutes entstehen zu lassen“, bekräftigte er die Entscheidung, an der auch zahlreiche Vertreter des Karlsruher Gemeinderats mitgewirkt hatten. Natürlich bleibe der Nordzugang zum Bahnhof das Haupteingangstor, unterstrich die Leiterin des Stadtplanungsamts, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner.

Dennoch werde sich das Verkehrsaufkommen auch im Süden durch Fernbusse verstärken. Ein Busbahnhof sei eine langfristige Perspektive. Der neu zu gestaltende Platz hat eine Fläche von 4900 Quadratmetern und wird östlich und westlich von den beiden derzeit entstehenden Bürohäusern umgeben sein. „Wir wären eigentlich gerne fertig mit der Umgestaltung, wenn auch der Bürokomplex eröffnet wird“, sagte Karmann-Woessner mit einem Schmunzeln. Leider lege das Nachbargelände jedoch ein für das städtische Projekt zu hohes Tempo vor. -bea-

 
 

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