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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Februar 2019

Stadtgeschichte: Porträt geschenkt

DAS PORTRÄT übergab (v.l.) Joachim Devrient an BM Dr. Albert Käuflein und Stadtarchivleiter Dr. Ernst Otto Bräunche. Foto: MMG

DAS PORTRÄT übergab (v.l.) Joachim Devrient an BM Dr. Albert Käuflein und Stadtarchivleiter Dr. Ernst Otto Bräunche. Foto: MMG

 

Stadtmuseum zeigt Bild eines der ersten Bürgermeister

Höfisch gekleidet und mit Perücke schaut Johann Cornelius Roman (1694 bis 1768) aus dem Gemälde, das bis Ende April Objekt des Monats im Stadtmuseum ist. Im 19. Jahrhundert nach dem Originalporträt des badischen Hofmalers Philipp Heinrich Kisling um 1745 kopiert, gilt es als das einzige bekannte Bild eines Karlsruher Bürgermeisters aus der frühen Stadtgeschichte.

Dem Museum geschenkt hat es Joachim Devrient, der Urururenkel des legendären  Generalintendanten des badischen Hoftheaters, Eduard Devrient. Die Familien Roman und Devrient waren verwandtschaftlich verbunden. Der fünfte Bürgermeister der Stadt wurde als ältestes Kind des  Hofsattlermeisters Johannes Roman und seiner Frau Maria-Catherina geboren, zog 1723 nach Karlsruhe und besaß dann ein Haus in der Lammstraße.

Er gehörte zu den vielen Bürgern, die aus der ehemaligen Residenz Durlach stammten und bis 1744 fast immer die Bürgermeister stellten. Roman übernahm das Amt 1734 und musste es wegen Beschwerden über seine Bautätigkeit 1744 aufgeben. Ob letztere gerechtfertigt waren, ist ungeklärt. Offensichtlich versuchte  der Hof über seine Nachfolger mehr Einfluss auf die Geschäfte des Stadtrats zu bekommen. Roman blieb aber Stadtrat. -cal-

 
 

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