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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Februar 2019

Städtischer Jahresempfang: Ein Abend vielfältiger Begegnungen

VOLLES HAUS UND LOCKERE STIMMUNG: Mehr als 1.000 Gäste kamen am Mittwochabend im Tollhaus zum Jahresempfang der Stadt Karlsruhe zusammen. Foto: Fränkle

VOLLES HAUS UND LOCKERE STIMMUNG: Mehr als 1.000 Gäste kamen am Mittwochabend im Tollhaus zum Jahresempfang der Stadt Karlsruhe zusammen. Foto: Fränkle

AUSBLICK: Im Gespräch mit Stephanie Haiber beleuchtete OB Dr. Frank Mentrup auch das Thema Karlsruhe und der Rechtsstaat. Foto: Fränkle

AUSBLICK: Im Gespräch mit Stephanie Haiber beleuchtete OB Dr. Frank Mentrup auch das Thema Karlsruhe und der Rechtsstaat. Foto: Fränkle

ERDIGER SOUND: Die Band „Labana“  brachte Rock-Pop pur vor das Publikum. Foto: Fränkle

ERDIGER SOUND: Die Band „Labana“ brachte Rock-Pop pur vor das Publikum. Foto: Fränkle

BEWEGT UND BEWEGEND: Die Jazzaret Dance Company brillierte auf der großen Bühne. Foto: Fränkle

BEWEGT UND BEWEGEND: Die Jazzaret Dance Company brillierte auf der großen Bühne. Foto: Fränkle

 

Thema Recht stand im Mittelpunkt / Gute Stimmung im vollen Tollhaus / Talk mit OB Mentrup und zwangloses Miteinander

Das Format, den städtischen Jahresempfang zu einem Forum des zwanglosen Miteinanders umzuwandeln, hat sich bewährt: Gute Stimmung prägte auch die diesjährige Auflage am Mittwochabend, zu der OB Dr. Frank Mentrup und der Gemeinderat mehr als 1.000 Gäste in das Tollhaus geladen hatten.

Der Abend vielfältiger Begegnungen, zu dem die Geladenen aus Politik, Wirtschaft, öffentlichen Einrichtungen und der Bürgerschaft in den beiden Sälen und im Foyer des Kulturzentrums zusammenkamen, hatte vor dem Hintergrund des Jubiläums „70 Jahre Grundgesetz“ und des im Mai anstehenden Verfassungsfests das Thema Recht als inhaltlichen Schwerpunkt. Und die Rolle Karlsruhes in Deutschland und Europa: Beides beleuchtete OB Mentrup zu Beginn des Abends im Eröffnungstalk mit Moderatorin Stephanie Haiber vom SWR.

Karlsruhe und Baden hätten „Meilensteine in der Demokratiegeschichte gesetzt“, erinnerte der OB daran, dass Baden vor 100 Jahren als erstes Land in der jungen Weimarer Republik das Frauenwahlrecht einführte. Karlsruhe „Residenz des Rechts“ zu nennen, wertete der OB als Auszeichnung. Mentrup: „ Dieser Begriff für unsere Stadt hat sich bundesweit festgesetzt“. Damit sei die Fächerstadt auch geradezu als Standort für das Forum Recht prädestiniert.

Karlsruhe sei „genau die richtige Adresse“, das Thema Rechtsstaat abzubilden, freute sich der OB darüber, dass die Realisierung des Forums Recht in den vergangenen Monaten „eine unheimliche Geschwindigkeit“ aufgenommen habe. Mentrup unterstrich, das als „Idee aus der Zivilgesellschaft“ entstandene“ Vorhaben müsse diesen Charakter „unbedingt beibehalten“, dürfe keineswegs auf eine „abgehobene politische Ebene gerückt werden.

Für das Thema Europa sei das Wahljahr 2019 eine „wichtige Weichenstellung“ warnte der OB davor, vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen wie Klimaerwärmung oder Vermüllung wieder zu kleinkariertem nationalstaatlichem Denken zurückkehren und „Grenzen hochziehen zu wollen“.

Für die musikalisch Untermalung, des dann vor allem von lockeren Gesprächen der Gäste untereinander geprägten Empfangs, sorgten Nachwuchs-Songwriterin Laura Ries gemeinsam mit ihrem Gitarristen und die internationale Band „Labana“, die mit knackigem Rock-Pop den Kontrapunkt setzte. Die Besucherinnen und Besucher beeindruckte aber auch die Einlage der Jazzaret Dance Company, die der Frage nach Gerechtigkeit auf bewegte und bewegende Art nachging. Wahre Beifallstürme rief der Auftritt von Dominik Herzog hervor. Der Doktor der Jurisprudenz betrachtete das, was er täglich als Anwalt erlebt, auf der Bühne im kabarettistischen Zerrspiegel. -trö-

 
 

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